| 12,2 Millionen Euro weniger
Geld - dem Sport drohen tiefgreifende Einschnitte in die finanzielle Förderung
durch das Land Baden-Württemberg.
Bereits ab dem kommenden Jahr werden einzelne Bereiche
der Sportförderung bis zu 20 Prozent gekürzt. Dabei wird der Sport
doppelt belastet: einmal über die Haushaltsmittel des Kultusministeriums
und noch einmal über die Wettmittel von Toto-Lotto.
Mittlerweile schöpft das Land mehr Geld bei Toto-Lotto ab, als dem Sport
heute zugute kommt - dabei sind diese Mittel einst vom Gesetzgeber als
zweckgebundene Förderung für Sport, Kultur und Soziales definiert
worden. Deshalb ist die Selbstbedienung nicht gerechtfertigt.
WLSB-Präsident Klaus Tappeser appelliert deshalb an alle Verantwortlichen
des Sports: Wir müssen uns wehren gegen alle Versuche, den Sport durch
einen internen Verteilungskampf zu schwächen! Gerade jetzt ist es
wichtig, dass der Sport im Land zusammensteht und als Einheit gegenüber
der Politik seine Interessen vertritt. Ich fordere Sie deshalb auf, gegen
die nicht gerechtfertigte Doppel-Kürzung im Sport zu argumentieren und zu
protestieren. Schreiben oder sagen Sie es den Abgeordneten von der Lokal-
bis zur Landespolitik, was der Sport von den Sparplänen hält. Es nützt
nichts, wenn wir jetzt unsere Kritik zurückhalten und dann jahrelang über
fehlende Mittel lamentieren."
Ohne die Toto-Lotto-Mittel sieht Tappeser die Struktur des Sports im Land
stark gefährdet. Sein Rat deshalb: Formulieren wir selbstbewusst,
deutlich und fair unsere Interessen. Die Sportvereine und -verbände
brauchen sich mit ihren enormen gesellschaftlichen Leistungen und ihrem
ehrenamtlichen Engagement nicht zu verstecken!
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