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Die
Regionaltrainer Carmen Waldhausen (Dressur), Manfred Schlüsselburg
(Springen), Heinz Bürk (Pony) und Harald Grimm (Voltigieren) ziehen nach der
abgelaufenen Saison ihre Bilanz über die vom Württembergischen
Pferdesportverband (WPSV) durchgeführten Turniere.
Carmen Waldhausen
beklagt das geringe Nennungsergebnis bei den Turnieren mit Dressursichtungen in
den Sichtungsprüfungen . Eine Sichtungsprüfung musste sogar mangels Nennungen
abgesagt werden. Bei den einzelnen Turnieren waren immer wieder die gleichen
Junioren am Start, so konnten neue Nachwuchstalente, die zu den Fördermaßnahmen
des Verbandes zusätzlich eingeladen werden könnten, nicht entdeckt werden. Die
gestarteten Aktiven waren bereits Mitglied im Regionalkader oder bei den
Verbandslehrgängen dabei. Für die neue Saison möchte die Regionaltrainerin
Dressur gerne Pflichtturniere für den Regionalkader einführen. Damit kann sie
sich ein Bild vom aktuellen Leistungsstand der Kadermitglieder und ihrer Pferde
machen. Die Sichtungsturniere sollen auch in der kommenden Saison beibehalten
werden, wenn auch mit veränderten Schwerpunkten. So soll zusätzlich zum
Verbandsturnier im März in Dusslingen ein weiteres Sichtungsturnier im Frühjahr
stattfinden. Nach der Idee von Carmen Waldhausen können die Junioren bis 16
Jahre mit L-Erfolgen hier als Vorbereitung für das Turnier in Nussloch und das
Championat in Schutterwald Prüfungen auf L-Dressur Niveau auf dem „großen
Viereck“ reiten. Der Verband wird ein weiteres Sichtungsturnier mit einer
Dressurprüfung Kl. M anbieten, hier sind alle Aktiven aus Vereinen des
Regionalverbandes Württemberg eingeladen, die Interesse an einer
Startgenehmigung für das Landesjugendturnier in Meissenheim haben.
Auch im Springen
waren das Nennungsergebnis eher mager. Manfred Schlüsselburg plädiert für
eine Beibehaltung der Verbandsturniere, möchte aber gerne die Springprüfungen
nach unter 13 Jährigen und Junioren zwischen 13 und 16 Jahren unterteilen. Beim
Herbstlehrgang des WPSV wurden Junioren der WPSV Turniere in Tübingen und Ulm
eingeladen. Für Aktive , die in Tübingen ausschließlich E-Springen reiten,
kommt der Verbandslehrgang noch zu früh, so der Regionaltrainer.
Heinz Bürk, zuständig
für die Ponys auf Verbandsebene, kann sich über die fehlende Masse bei den
Sichtungsprüfungen nicht beklagen. Das Turnier in Tübingen war für die
Ponyreiter in den Disziplinen Dressur, Springen und Gelände eine gute
Veranstaltung, ebenso das Landesjugendturnier in Meissenheim. Kritik übt Heinz
Bürk an der Ausbildersituation in vielen Vereinen. Oft haben die Kinder keine
geeigneten Ausbilder im Ponybereich. Das von Heinz Bürk geplante Stützpunkttraining
in den Pferdesportkreisen (PSK) kam nicht zustande, da die PSK dieser Maßnahme
eher ablehnend gegenüber standen, so Heinz Bürk.
Im Voltigieren wurden keine Sichtungsprüfungen auf Regionalverbandsebene durchgeführt. Talentierte Aktive werden dem Regionaltrainer Harald Grimm durch den guten persönlichen Kontakt zu den Ansprechpartnern Voltigieren in den PSK's direkt gemeldet und dann zu Lehrgangsmaßnahmen eingeladen. Harald Grimm überzeugt sich im Heimtraining von der Trainings- und Pferdesituation der förderungswürdigen Aktiven. In den neuformierten Regionalkader wurden auch Voltigierer aufgenommen, die aus Altersgründen zwar noch nicht im Einzelvoltigieren gestartet sind, aber aus guten Gruppen kommen und förderungswürdig sind. Die Kadermitglieder waren beim WPSV Voltigierturnier in Ulm-Wiblingen und beim Landesjugendturnier in Meissenheim am Start. Das Vergleichsturnier in Ulm-Wiblingen hat sich gut etabliert und wird von den Aktiven gut angenommen. Für das kommende Jahr ist an eine Ausweitung der Ausschreibung gedacht.
Gabriele Knisel-Eberhard
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Auf der Sitzung des Dressurausschuss des
Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) anlässlich des
internationalen Turniers in München wurde der Dressurkader neu berufen bzw. ergänzt.
Martin Schaudt aus Albstadt mit Loesdau's Loriot und Weltall VA in den Olympia
–Kader berufen.
Gabriele Knisel-Eberhard
Quelle: Deutsche Reiterliche Vereinigung
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Als Gold-Lady lief Nadia Zülow zu ihrem
letzten Turnierstart im Rahmen des Stuttgarter Schleyer-Hallenturniers gemeinsam
mit Jan Bayer in den Zirkel. Mit einem sehr ausdrucksstarken Pas de Deux
und dem Sieg im Karstadt German Vaulting Master trat die „Vaulting-Queen“
von der Bühne des turniermäßigen Voltigiersports ab. Ungeschlagen bei
internationalen Championaten seit 1998 und als sechsfache Deutsche
Meisterin verlässt Nadia Zülow den Wettkampfsport. Zum zweiten Mal siegte sie
gemeinsam mit Jan Bayer in Stuttgart. Nadia Zülow, die ihren Abschlußwettkampf
in der Schleyer-Halle als einen „Superwettkampf“ bezeichnete, zeigte im
ersten Durchgang- hier wurde das Technikprogramm gezeigt- ,im zweiten Durchgang-
hier zeigte jeder Voltigierer seine Einzelkür- und im abschließenden Pas de
Deux ihre Klasse. Sowohl sie, als auch Jan Bayer , der gerade seine Prüfung zum
Sonderschullehrer macht, waren mit Rubin's Univers und Longenführerin Anika
Speck bei diesem Abschlußwettkampf sehr zufrieden. „ Wir hatten nur fünf
Wochen Vorbereitungszeit für diesen Wettkampf, ich musste mich in kurzer Zeit
auf das Pferd einestellen und umgekehrt, Anika und Rubin's Univers haben hier
wirklich tolle Arbeit geleistet“ lobte Jan Bayer seine beiden Wettkampfpartner
.
Die Zweitplatzierten Nicola Ströh und Kai
Vorberg inszenierten in ihrem Pas de Deux gekonnt den Zweikampf zwischen
Indianern und Cowboys. Mit einem publikumswirksamen „warm-up“ vor Beginn der
Kür präsentierten sie eine ganz andere Art des Voltigierens als das
Siegerpaar, aber dennoch ein sehr schweres Pas de Deux, das sich in der
Bewertung der Richter nur wenig vom Pas de Deux des „Gold-Duos“ unterschied.
Für Tim-Randy Sia und Ines Jückstock ging
nochmals die „Titanic“ unter. Ihr Pas de Deux, in Kleidung und Musik auf den
Untergang der Titanic eingestellt, zeigte den Voltigiersport noch von einer
anderen Seite als bei den beiden Erstplatzierten.
Mit Marion Graf und Patrick Looser ging ein
Paar aus der Schweiz an den Start. Sie gerade 16 Jahre alt und Siebte der
Europameisterschaften in Saumur, er mehrfahrer Medaillengewinner bei
Championaten mit der Voltigiergruppe St. Gallen, zeigten ihr Pas de Deux
zu einer Musik, die aus einer Mischung zwischen Ländler und Matrix bestand. In
der Gesamtwertung belegte dieses Paar Rang vier.
Pech hatten Devon Maitozo, Weltmeister von
1998, und Rikke Laumann Nielsen, Vizeeuropameisterin von 2003, mit dem Pferd.
Dadurch konnten sie in keinem der drei Durchgänge fehlerfrei voltigieren und
mussten sich mit Rang fünf begnügen.
Bereits zum dritten Mal fand der Karstadt
German Vaulting Master in Stuttgart statt, bei jeder Veranstaltung wurde
der Voltigierwettkampf noch attraktiver . Gekonnt zeigen die Aktiven hier
eine tolle Mischung aus Sport und Show, für die im regulären Wettkampf kein
Platz ist.
Gabriele Knisel-Eberhard
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