Für Sie bei der FN gelesen:

Nennung Online

Viele Vorteile für die Nenner

Warendorf (fn-press). Von vielen Teilnehmern lang ersehnt und heiß begehrt, wird die Turniernennung über das Internet ab 2005 Wirklichkeit. Neben dem bisherigen papiergestützten Nennungssystem bieten Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und Landesverbände ab dem kommenden Jahr auch die Möglichkeit, Online zu nennen. Ein neuer Service, der den Teilnehmern viele Vorteile bieten wird.

Folgendes, seit 1975 an jedem Nennungsschlusstag Tausendfach praktiziertes Procedere, kann dann der Vergangenheit angehören: Ausschreibung suchen, Scheckheft suchen, Aufkleber suchen, Briefumschlag suchen, Briefmarke suchen, Nennungsscheck ausfüllen, Scheck suchen, Scheck ausfüllen, Adresse auf Briefumschlag auftragen, Briefmarke aufkleben und anschließend zur Post bringen. Mit Glück findet man sogar einen Postkasten, in dessen Nähe man den PKW parken kann und der noch früh genug für den Nennungsschluss geleert wird.

Nennung Online wird hingegen so funktionieren: PC einschalten, Ausschreibung aus der Landesverbandszeitschrift daneben legen, die Menümaske ausfüllen und auf „Enter" drücken. Fertig!

Die Vorteile für den Nenner liegen auf der Hand. Eine deutlich höhere Flexibilität beim Nennen (auch das spart Geld) ist gegeben. Die Nennungsabwicklung ist fast überall und jederzeit möglich (sowohl nachts als auch am Wochenende oder im Urlaub). Ein einfacherer Zugang zu kurzfristigen Informationen, z.B. bei Änderungen in der Ausschreibung etc. ist gegeben. Eine schnellere und unkomplizierter Kommunikation mit dem Veranstalter ist möglich (z.B. durch E-Mail). Nennungen und Turniereinsätze sind automatisch dokumentiert, jederzeit abrufbar und können auch anderen zugänglich gemacht werden (Pferdebesitzern und Sponsoren etc.). Wegfallende Kosten für Porto sowie für die Nachbestellung von Aufklebern und Scheckheften entlasten den Geldbeutel. Durch ein einfaches und sicheres Bankeinzugsverfahren entfällt die lästige Scheckausstellung. Gründe genug, ab 2005 Online zu Nennen.

Wie die Nennung Online funktioniert, darüber können sich alle Interessierten ab Herbst 2004 unter www.pferd-aktuell.de informieren. T.H.

 

Nennung Online

Ein Plus auch für Veranstalter

Warendorf (fn-press). Die zum Jahr 2005 geplante Einführung des Online-Nennungssystems wird nicht nur Nennern und Teilnehmern viele Vorteile bringen. Auch die Turnierveranstalter werden damit finanziell und arbeitstechnisch in erheblichem Maße entlastet.

So wird mit der Nennung online der bisher übliche und für Nenner wie Veranstalter umständliche Scheckverkehr entfallen. Scheckeinreichung und Scheckgebühren gehören dann der Vergangenheit an. Vermieden wird mit der Nennung online ebenfalls der häufig langwierige Postweg. Auch in umgekehrter Richtung bringt das neue System Vorteile, da der Veranstalter über das System den Nenner kontaktieren und so Teilnehmerbrief oder Zeiteinteilung zustellen kann, also schneller und bedingt durch die wegfallenden Portogebühren auch deutlich kostengünstiger agieren kann. Für den Veranstalter bedeutet das neue Nennungssystem deutliche Kosteneinsparungen, die, je nachdem, ob die Nennungsverwaltung in Eigenregie oder durch eine professionelle Meldestelle erfolgt, gestaffelt ausfallen.

Einen immensen Vorteil für die Veranstalter wird das Nennungssystem online beim leidigen Thema Nenngelder bringen. Überzahlungen, noch mehr aber Fehlbeträge beim Nenngeld - für jede Meldestelle ein allzu bekanntes Problem - entfallen mit dem neuen System. Die FN übermittelt eine komplette Lastschriftdatei an die von ihr beauftragte Bank. Von dort erfolgt ein automatischer Einzug des gemäß der Nennung exakt zu zahlenden Nenngeldes. Der Veranstalter erhält dann circa zehn Tage nach dem Nennungsschluss eine detaillierte und transparente Aufstellung des Nenngeldaufkommens. Auch chronischen Nichtzahlern geht es mit dem neuen Nennungssystem zukünftig an den Kragen. Bei wiederholten Nichtzahlungen des Nenners ist ein automatischer Zugriff und die Einleitung eines Ordnungsverfahrens durch Landeskommission oder FN möglich. Darüber hinaus kann ein solcher „Wiederholungstäter" vom Online-Nennungsverfahren ausgeschlossen werden. Neben der gesteigerten Sicherheit im Zahlungsverkehr ergibt sich für die Veranstalter auch eine größere Planungssicherheit im Vorfeld ihres Turniers. Per Mausklick können die Veranstalter jederzeit den Stand der Nennungen zu ihrem Turnier abrufen und sind so zu flexibleren Lösungen, etwa bei der Zeiteinteilung, in der Lage. Der Veranstalter kann seine Toris-Vorerfassung per Download um diese Daten ergänzen und sich somit jederzeit einen aktuellen Überblick über papiergestützte Nennungen und Nennungen, die Online eingehen, verschaffen. Zusätzlich ergeben sich über die Schiene E-Mail vereinfachte Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Nenner und Veranstalter.

Die Teilnahme der Turnierveranstalter an der Nennung Online gestaltet sich ganz einfach.

Sie müssen gegenüber der zuständigen Landeskommission lediglich einen „Turnierverwalter" benennen. Ist diese Person bei der FN als Turnierverwalter registriert, erhält sie einen Benutzerschlüssel und ein Passwort und wird zur Bearbeitung der Veranstaltung im Online-System autorisiert. Sollte die Person über keinen eigenen Zugang zum Internet verfügen, können die Nennungsstatistiken auch per Fax übermittelt werden. Zur Überweisung der Nenngelder muss der Veranstalter gegenüber der Landeskommission nur noch die Bankverbindung angeben, auf die die Nenngelder überwiesen werden sollen. T.H.

Quelle: FN-Aktuell

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Deutsche Meisterschaft Distanzreiten in Tanneneck-Löffingen

Melanie Arnold gewinnt Titel und CEI***

Tanneneck-Löffingen (fn-press). Melanie Arnold (Kirchheim/Teck) ist neue Deutsche Meisterin der Distanzreiter. Die 27-jährige Betriebswirtin ritt die 160 Kilometer lange bergige und steinige Strecke rund um Löffingen im Schwarzwald auf ihrer Araberstute Nadira in neun Stunden und 42 Minuten. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,48 Stundenkilometern. Vizemeisterin wurde Marianne Hähnel (Falkenstein) mit dem Halbaraber Baida in Nahar (9:46). Die Bronzemedaille ging an Melanies Cousine Rebecca Arnold (Nürtingen) mit Zahib (9:51:45). Die nationalen Titelkämpfe wurden im Rahmen internationaler Distanzritte (CEI***/**) ausgetragen. Bei den Senioren war Melanie Arnold nicht nur schnellste Deutsche, sondern Gesamtsiegerin des CEI***. Von den insgesamt 36 Startern beendeten 23 Paare den Ritt in der Wertung.

Mit zehn Minuten Vorsprung ging Melanie Arnold auf die letzte zehn Kilometer lange Etappe. Eigentlich eine klare Sache und so erwarteten auch die Zuschauer eine einsam ins Ziel reitende neue Deutsche Meisterin und CEI-Gewinnerin. Doch dann wurde es richtig spannend. Der Russe Igor Skladanyuk und der Schweizer Urs Wenger hatten zu einer unglaublichen Aufholjagd geblasen. Skladanyuks zehnjähriger schwarzer Kabardiner Karo war zäh. Nach 150 Kilometern hatte der kleine Wallach noch genug Kraft, Tempo zu machen. Er lief die zehn Kilometer in 23,6 Stundenkilometern.

Und Urs Wengers zwölfjähriger Araber Zialka brachte es auch noch auf 21,7 Stundenkilometern. „Ich war richtig geschockt, als die beiden plötzlich von hinten angaloppiert kamen", sagte Melanie Arnold, die sich auf dem Stück eigentlich in Sicherheit vor Verfolgern wähnte. Kurz vor dem Ziel überholte Skladanyuk auch noch den Schweizer, um sich dann mit Melanie Arnold auf den letzten 300 Metern ins Ziel ein spannendes Finish zu liefern. Am Ende trennten den Russen eine Pferdelänge und zwei Sekunden vom Sieg. Mit seiner Vorstellung hatte sich der Teilnehmer mit der weitesten Anreise allerdings in die Herzen des Publikums geritten. Als er 30 Minuten später auch die abschließende Tierarztkontrolle bestand und damit sein zweiter Platz bestätigt wurde, brandete – wie auch bei der Siegerehrung am nächsten Tag – begeisterter Beifall auf.

Die Deutsche Meisterin hätte auch Marianne Hähnel heißen können. Die 37-jährige ließ sich erst auf der vierten Etappe (Kilometer 90 bis 120) die Führung von Melanie Arnold abnehmen. Hähnel gehörte nicht unbedingt zum Favoritenkreis, wie eine Internet-Umfrage bei den Distanzreitern zeigte. Das lag sicher daran, dass sie zwar schon seit zehn Jahren Distanzen reitet, sie aber erst 2003 so richtig auf Bundesebene als Reiterin auftauchte. Im vergangenen Jahr ritt sie mit ihrem selbstgezogenen und ausgebildeten zehnjährigen Baida in Nahar – einem Shagya-Araber-Traber-Mix – die Deutsche Meisterschaft in Birstein. Der CEI*** wurde ihr erster Hundertmeiler mit dem Ergebnis Platz sieben in der DM. Ihr Ticket für den B2-Kader. Mit Melanie Arnold hatte man das schon viel eher als DM-Aspirant gerechnet. Insbesondere da Titelverteidiger Stefan Zöller (Erlenbach), dem sie letztes Jahr bei der DM im Nacken saß, bevor sie auf dem letzten Stück ausschied, aufgrund einer Verletzung seines Pferdes fehlte. Und noch ein Konkurrent war in Löffingen nicht dabei: der EM-Sechste 2003 Bernhard Dornsiepen jun. (Menden). Mit Blick auf die Weltmeisterschaft im Januar 2005 in Dubai (VAE) schont er seinen von einer Verletzung genesenen Nico noch. Aber zurück zur neuen Deutschen Meisterin: Erst 27 Jahre alt, blickt sie schon auf eine mittlerweile 16-jährige Distanzgeschichte zurück. Seit 1990 ist sie, wie auch ihre Schwester Sabrina, jetzt DM-Fünfte, im Kader. Bereits 1990, im Alter von 14 Jahren, stand sie auf der Longlist zu den Weltreiterspielen in Stockholm (SWE). 1994 war sie dann dabei und erreichte WM-Platz 28 in Den Haag/NED. Zahlreiche internationale Erfolge hat die Baden-Württembergerin seitdem erritten. Ihren ersten nationalen Erfolg holte sie sich 1993 als 17-jährige: Sie wurde Deutsche Vize-Meisterin. Ihr nächstes Ziel ist klar: die WM in Dubai. Dass wenigstens eine Arnold auf dem Treppchen stehen würde, war nach dem Aufgebot abzusehen. Nun wurden es zwei. Seit zwei Jahren ist Rebecca Arnold wieder auf dem großen Distanzparkett unterwegs. Mit dem erst achtjährigen Arabischen Vollblut Zahib hat die Cousine der Arnoldschwestern Melanie und Sabrina wieder ein Pferd für die großen Ritte. Mit ihm gewann die DM-Bronzemedaillengewinnerin im vergangenen Jahr den 120 Kilometer-CEI** und den Konditionspreis in Tanneneck. Im Frühjahr wurde sie mit ihm Dritte beim CEI** in Großmoor. Auch Rebecca Arnolds Distanzgeschichte beginnt Ende der 80er Jahre. Zu den herausragenden Erfolgen der 26-Jährigen gehören ein fünfter (1997) und ein zwölfter (1999) Platz bei den Jugend-Europameisterschaften. Zurück zur Internet-Umfrage: Favorit war dort Susanne Kaufmann (Hohenstein). Deutsche Meisterin, WM-Mannschafts-Sechste und Shootingstar des Jahres 2002. Fast hätte sie 2003 ihren Titel verteidigt, wäre ihre Stute Fay el Rat (Ratte) nicht in der abschließenden Tierarztkontrolle ausgeschieden. Diesmal reichte es nicht ganz aufs Treppchen. Aber ein vierter Platz belegt, dass mit Susanne Kaufmann und „Ratte" immer zu rechnen ist.

Eine vielleicht einmalige Leistung erbrachte am DM-Wochenende Belinda Hitzler (Dillingen). Die international erfahrene Reiterin ritt und gewann am Freitag den 120 Kilometer CEI** mit Farouk de Lozelle in sechs Stunden und 58 Minuten (17,22 km/h). Am Samstag schwang sie sich dann in den Sattel ihres Pferdes Experiment um den 160 Kilometer-CEI***/DM zu reiten. Sie wurde Elfte in der Gesamt- und Sechste in der DM-Wertung. Wohin man sah am Wettkampftag: Die vorherrschende Rasse im Distanzsport sind Araber. Umso mehr stach ein Pferd heraus: Irish Power. Der 176 cm-Stockmaß große irische Hunter gewann unter seiner Reiterin Anna Gugnava aus Georgien den 90 Kilometer CEI** (5:21:37/16,79). „Eigentlich will ich mit ihm Vielseitigkeit reiten. Aber um ihn dafür ruhiger zu kriegen, gehe ich nun auch mal auf Distanzritte", erklärte die Reiterin. Distanzreiten eignet sich also auch zur Therapie. Bo

Quelle: FN-Aktuell

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