Jugendwarttagung des Württembergischen Pferdesportverbandes
Der Württembergische
Pferdesportverband (WPSV) lädt alle Jugendwarte aus den
Mitgliedsvereinen des Regionalverbandes Württemberg zur
Jugendwarttagung am Samstag 16. Oktober ins Congress Centrum Böblingen
ein. Die Tagung findet im Württembergsaal statt und beginnt um 9 Uhr.
Eingeladen
zu dieser Tagung sind außer den Jugendwarten auch die Jugendsprecher der
Vereine und alle an der Jugendarbeit interessierten Personen.
Die
Organisation und Leitung der Tagung liegt bei Joachim Scherr (Schwäbisch
Gmünd) , dem Jugendwart des WPSV.
Nähere
Informationen und die genaue Tagesordnung folgen und gehen den Vereinen
noch gesondert zu.

Württembergische
Vielseitigkeitsreiter starten beim Nachwuchschampionat in Warendorf
Am letzten
Juliwochenende findet in Warendorf das Nachwuchschampionat der
Vielseitigkeitsreiter statt. 1989 wurde dieses Turnier gegründet, um
Jugendliche für die Vielseitigkeit zu begeistern. Viele der
heutigen Spitzenreiter, haben ihre ersten Erfolge beim Nachwuchschampionat
gesammelt. So auch die amtierende Europameisterin in der
Vielseitigkeit der Junioren und Jugendsprecherin des Württembergischen
Pferdesportverbandes, Christine Seitz.
Teilnahmeberechtigt
sind bei den Großpferden Junioren bis 17 Jahren, bei den Ponys Junioren
bis 16 Jahren.
In diesem
Jahr werden folgende Reiter in Warendorf an den Start gehen:
Pony:
Kerstin Elsäßer
(Freiberg), Anja Günther (Stuttgart), Caroline Bockstadt (Winnenden),
Vanessa Hammel (Stuttgart), Ellen Schmid (Lonsee) und Stefanie Oechsle
(Schwäbisch Gmünd).
Großpferde:
Nicolai
Aldinger (Notzingen), Tina Aldinger (Stuttgart), Julia Binder (Eschbronn),
Melanie Hagdorn (Eberdingen-Hochdorf), Jan Hoffmann (Enzklösterle), Anke
Hoyer (Altheim), Constanze Schneider-Haiss (Ludwigsburg), Franziska Utz
(Ellwangen) und Alexandra Wolf (Dornstetten).

Landesmeisterschaften
Voltigieren in Schutterwald
Bei
den 17. Landesmeisterschaften in Schutterwald waren die Voltigierer auch
wieder mit von der Partie. Pünktlich zu Meisterschaftsbeginn stellte sich
„Hoch Karl“ in Baden-Württemberg ein und verwandelte die
Voltigierarena in eine Sauna. Für die Aktiven auch nichts Neues .Sowohl
die Pferde, als auch die Voltigierer, mussten sich deshalb auf schweißtreibenden
Sport einstellen.
Mit
acht Mannschaften war das Championat gut besetzt. Das Championat soll,
analog zu den Reitern, für die Gruppen sein, die von ihrer Leistung her
noch nicht an der Meisterschaftswertung teilnehmen können. Für die
Aktiven ist der Start im Championat eine Motivation und viele der Gruppen
schaffen den Sprung im folgenden Jahr in die Meisterschaftswertung.
Allerdings ist das Höchstalter bei den Voltigierern hier nicht bei 16
Jahren. Auf dem besten Weg diesen Sprung zu schaffen ist die
Siegermannschaft von 2004, die Gruppe des RV Krumbach. Bereits 2001 hatte
dieser Verein eine A-Gruppe, die dann aber nicht mehr auf Turniere gehen
konnte, weil sie kein Pferd hatte. Inzwischen hat die Trainerin Martina Fröhlich
mit Wum wieder ein Pferd für diese Anforderungen. Ihren ersten
Gruppenstart hatte die Mannschaft in diesem Jahr in Reutlingen. Dort
gewann die Gruppe bei den B-Gruppen mit der Wertnote 6,853. In
Schutterwald gewann das Team aus Oberschwaben bei ihrem zweiten
Saisonstart das Championat mit der Wertnote 6,858 .Damit hat die
Mannschaft die zweite A-Note. Für die Mannschaft heißt dies, dass sie künftig
wieder in der höchsten Leistungsklasse mithalten muß. Martina Fröhlich
sieht dies mit einem lachenden und weinenden Auge.“ Jetzt fehlt uns nur
noch ein zusätzliches gutes Pferd, denn A-Gruppe und
Einzelvoltigieren auf Spitzenniveau sind auf Dauer für ein Pferd zu
viel“ gibt sie zu bedenken. Die Silbermedaille sicherte sich die Gruppe
aus Pliezhausen mit Stefanie Lerch vor dem Team Donzdorf Alb/Fils mit
Oliver Petter an der Longe.
Im
Championat der Einzelvoltigierer longierte Hannelore Leiser (VV Bad
Friedrichshall) drei ihrer Aktiven auf die Medaillenränge. Gold ging an
Patricia Peer, Silber an Rebecca Rieger und Bronze an Ilka Bissbort.
Insgesamt gingen in dieser Prüfung neun Aktive an den Start.
Dürftiger
als beim Championat war die Teilnahme bei den Gruppen um die
Meisterschaft. Von den fünf genannten Gruppen gingen gerade mal drei an
den Start, so konnten gerade alle Medaillen vergeben werden. Für
einen so großen Verband wie Baden-Württemberg ein Armutszeugnis. Hier muß
dringend Aufbauarbeit von der Basis her geleistet werden, wenn das Niveau
bei den Gruppen nicht noch mehr bröckeln soll. Im Vergleich dazu hat der
Nachbarverband Bayern bei den Meisterschaften in der Finalprüfung
sieben A-Gruppen mit Wertnoten über 7,0 am Start gehabt. In Baden-Württemberg
waren's gerade mal drei . Wolfgang Renz longierte die Leonberger Gruppe
auf dem sechsjährigen Leon zum Titel. Die Mannschaft Pegasus Mühlacker
musste nach einem schweren Sturz in der ersten Kürwertung im zweiten
Durchgang mit drei Ersatzvoltigierern an den Start. Mit knappem Vorsprung
von 14 Hundertsteln gewann die Gruppe und der Longenführerin Andrea
Weber Silber. Die Bronzemedaille sicherte sich das Team des VV Bad
Friedrichshall mit Longenführerin Hannelore Leiser.
Für
Landestrainer Dietmar Otto liegt das Hauptproblem im Spitzenbereich bei
den Pferden, die entweder bei den Gruppen überhaupt fehlen oder
nicht gut genug sind. Wobei auch zu überlegen wäre, ob die
rasanten Entwicklung, die dieser Sport in den letzten Jahren gemacht hat,
inzwischen nicht an einer Obergrenze angekommen ist. Eine Grenze , die der
Sportpartner Pferd vorgibt. Die Küren bei den Gruppen entwickelten sich
in den vergangenen Jahren von rein statischen Küren zu immer
dynamischeren Küren. Viele Pferde gehen in der Pflicht und bei Kürübungen
mit ein oder zwei Voltigierern noch recht ordentlich, Probleme gibt's
meist gegen Ende der Kür und bei den hohen ,schwierigen und sehr
dynamischen Dreierübungen. Hier müsste über Lösungen nachgedacht
werden, wenn der Voltigiersport auch in Zukunft noch eine derartig
attraktive Sportart bleiben soll. Denn, was nützen die besten Sportler,
wenn das entsprechende „Sportgerät“ nicht mit dieser Entwicklung
mithalten kann?
Im
Einzelvoltigieren bei den Herren gab es bereits in den vergangenen Jahren
nicht genug Anwärter auf alle Medaillenplätze, so auch in diesem Jahr.
Einzige Änderung gegenüber den vergangenen Jahren war, dass
Dauerabonnent auf den Titel, Gerhard Storz ,in diesem Jahr Silber gewann
und seinem einzigen Konkurrenten , Andreas Kumpf ,die Goldmedaille überlassen
musste.
Spannender
war da doch der Damenwettkampf. Hier sah es nach der ersten Wertungsprüfung
auch nach einer Wachablösung von Anette Renkl auf dem obersten Treppchen
aus, aber am Ende stand die Voltigiererin aus Lörrach doch wieder ganz
oben auf dem Treppchen und gewann die Goldmedaille. Ihre stärkste
Konkurrentin bei dieser Meisterschaft war Anja Traub, die nach einem Sturz
in der zweiten Wertungsprüfung ihre Titelhoffnung begraben musste. Sie
gewann in der Gesamtwertung die Silbermedaille. Die Bronzemedaille
sicherte sich Charlotte Kantel.
Im
Doppelvoltigieren sicherten sich Anette Renkl und Anika Leiber nach dem
Sieg bei der Bundessichtung und dem Süddeutschen Meistertitel auch den
Landestitel. Die Kür nach der Musik von „Findet Nemo“ und dem
entsprechenden outfit der beiden Voltigiererinnen ist momentan
unschlagbar. Silber ging an Anja Traub und Stefanie Waidmann vom RFV
Krumbach, Bronze an Stefanie Hilburger und Claudia Künzer vom RV
Erlenhof/Köngen.
Kritik
gab's von Seite der Aktiven in diesem Jahr an den Bodenverhältnissen in
der Reithalle. So wurde versäumt , wie in den vergangenen Jahren üblich,
vor der Meisterschaft Späne in den Hallenboden einzuarbeiten und diesen
damit „voltigiertauglich“ zu machen. Ein Versäumnis, das im nächsten
Jahr nicht mehr passieren darf. Allerdings ist hier nicht nur der
Veranstalter vor Ort gefordert, sondern auch die Verantwortlichen im
Voltigierbereich, die sich rechtzeitig vor der Meisterschaft um die
Beschaffenheit des Bodens kümmern müssen.
Gabriele Knisel-Eberhard