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EM Junioren VielseitigkeitDoppel-Gold für DeutschlandPratoni del Vivaro/ITA (fn-press). Die „Großen" machten es vor, die Jungen zogen nach. Bei den Junioren-Europameisterschaften Vielseitigkeit gab es Gold für Deutschland vor Frankreich und Großbritannien. Und in der Einzelwertung gab es Doppel-Gold für die amtierende Deutsche Meisterin: Nicola Kristin Haller (Heiligenhafen) landete mit Zampano M im italienischen Pratoni del Vivaro in der Nähe von Rom einen Start-Ziel-Sieg. Weder im Gelände noch Parcours fügte sie ihrem Ergebnis aus der Dressur weitere Punkte hinzu. Damit holte sie sich unangefochten den Europameistertitel und trug zugleich maßgeblich zum Erfolg des deutschen Teams bei, dem außerdem Leonie Dissmann (Calw) mit Santa’s Little Helper, Julia Weiser (Dorstadt) mit Attention Now und Nicola Winkler (Eutin) mit Reth Man angehörten. Einmal mehr war es die Dressur, die den Ausschlag für den Erfolg der deutschen Vielseitigkeits-Junioren (U18) legte. „Alle konnten ihre maximale Dressurleistung abrufen", lobte Bundestrainer Rüdiger Schwarz (Sassenberg). Insgesamt zehn Mal Mannschafts- und elfte Mal Einzelgold sammelten deutsche Nachwuchsreiter seit Austragung der Junioren-Europameisterschaften. Besonders in den letzten zehn Jahren war ihre Teilnahme stets von Erfolg gekrönt, lediglich im Jahr 2000 mussten die jungen Reiterinnen und Reiter einmal ganz auf Medaillen verzichten. Und zwei Mal gab es in dieser Zeit auch Doppel-Gold, für zwei Reiterinnen aus Baden-Württemberg, Christine Seitz (Sachsenheim) und Christiane Stahl (Nagold) in den Jahren 2002 beziehungsweise 1999. Auch in diesem Jahr war wieder eine baden-württembergische Reiterin mit im Team und machte den Auftakt. Leonie Dissmann, im vergangen Jahr Bronzemedaillengewinnerin bei den EM, legte mit Santa’s Little Helper ein Dressurergebnis von 55,4 Minuspunkten vor. Besser klappte es bei Julia Weiser mit Attention Now. Die Pony-Doppeleuropameisterin 2003 und Dritte der Junioren-DM in diesem Zahl erzielte 67,39 Prozent für ihre Dressur, umgerechnet 48,9 Minuspunkte. Die 17-jährige ist ein Idealbeispiel für den gelungen Umstieg vom Pony aufs Pferd, den sie parallel zu ihren letzten beiden Ponyjahren einleitete. Für Nicola Winkler, ebenfalls eine erfolgreiche Pony-Umsteigerin, gab es ein Ergebnis von 50,9 Strafpunkten. Den Vogel allerdings schoss die letzte deutsche und letzte Starterin des 61 Teilnehmer umfassenden Feldes, Nicola Kristin Haller mit Zampano M, ab. Mit 39,1 Strafpunkten setzte sie sich an die Spitze des Starterfeldes. Das hieß am Ende 138,9 Minuspunkte für das deutsche Team nach Dressur, gefolgt von den Niederlanden (149,6) und Italien (157,2). In der Geländeprüfung gelang dem Quartett dann eine bisher kaum da gewesene Glanzleistung. Alle vier Mannschaftsreiter beendeten die Geländestrecke ohne einen einzigen Strafpunkt. Mit ihrem Dressurergebnis von 138,9 Minuspunkten blieb das Team damit weiterhin an der Spitze. Erstmals wurde die Junioren-EM – analog den Olympischen Spielen – ohne Rennbahn ausgetragen. Die 4.160 Meter lange Querfeldeinstrecke entsprach dem Niveau einer internationalen Ein-Sterne-Prüfung, in der Pferd und Reiter 30 Sprünge erwarteten. Kreiert wurde sie von Guiseppe della Chiesa mit Unterstützung von Albino Garbari, Coursedesigner in Athen und „Hausund Hof-Parcoursbauer" im italienischen Pferdezentrum in Pratoni del Vivaro. Die deutschen Damen waren allerdings nicht die einzigen, denen der Kurs „lag". Insgesamt beendete rund die Hälfte aller Teilnehmer den Kurs ohne Hindernis- und Zeitfehler, lediglich sieben kamen nicht ins Ziel. „Das ist eigentlich Standard bei den Junioren. Der Kurs entsprach ganz reell dem Niveau einer Ein-Stern-Prüfung", sagte Rüdiger Schwarz und hob vor allem das „präzise und konzentrierte Reiten" seiner Schützlinge hervor. „Alle haben genau das umgesetzt, was zuvor besprochen wurde", lobte er. „Diese Disziplin zeichnete hier in Pratoni vor allem zwei Nationen aus: Deutschland und Frankreich. Und das mit dem entsprechenden Erfolg." So konnten die Deutschen am Ende der zweiten Teilprüfung ihren Vorsprung weiter ausbauen. Insgesamt 21,9 Punkte (fünf Abwürfe) trennten sie vor dem abschließenden Springen von den Italienern (160,8) und 28,7 von den Franzosen (167,6). Doch noch vor dem Springen gab es Veränderungen in der Rangierung. So musste die gastgebende Mannschaft Italien nach der sonntäglichen Verfassungsprüfung auf Pietro Roman und Voyage verzichten und rutschten damit in der Platzierung deutlich nach hinten. Im Springen gab es ebenfalls noch Verschiebungen im Gesamtklassement, die auch die Deutschen betrafen. Nicht nur der deutsche Equipechef, Bundesjugendwart Rolf Schmidt (Feldatal), kam etwas ins Schwitzen, als die beiden ersten deutschen Mannschaftsreiterinnen, Leonie Dissmann und Nicola Winkler, zwei beziehungsweise sogar drei Abwürfe verzeichnen mussten. Und auch die dritte deutsche Teamreiterin, Julia Weiser, blieb nicht fehlerfrei. Mit einem Abwurf verspielte die bis dahin auf Bronzekurs befindliche Reiterin ihre Medaillenchancen und wurde schließlich Siebte. Die Nerven allerdings behielt die Führende, zuletzt startende Nicola Kristin Haller. Mit ihrem 14-jährigen Holsteiner Zampano M, mit dem sie vor zwei Jahren das Nachwuchschampionat und in diesem Jahr neben der Deutschen Meisterschaft auch die erste EM-Sichtung in Brunnthal gewinnen konnte, drehte Nicola Winkler eine makellose Runde, die ihr selbst wie auch dem Team den Sieg sicherte. 39,1 Minuspunkte hatte sie am Ende auf dem Konto und das bedeutete den Sieg vor dem Niederländer Huub Van der Mark mit Paso Doble (49,3) und der Italienerin Evelina Bertoli mit Elektra (49,80). Damit hatten die Deutschen am Ende 154,9 Minuspunkte auf dem Konto. Die Silbermedaille ging an Frankreich (167,6), Bronze holte sich Großbritannien mit 168,2 Minuspunkten. Neben der deutschen Mannschaft gingen in Pratoni del Vivaro zwei weitere deutsche Reiterinnen in der Einzelwertung an den Start. Während Maria Lena Kate (Bienenbüttel) mit Tinboy im Gelände ausschied, landete Antje Deparade (Engersen) mit Komtess auf dem achten Platz. Sie hatte am Ende dieselbe Punktzahl wie Julia Weiser auf ihrem Konto, musste sich allerdings wegen der schlechteren Geländezeit hinter Weiser einordnen. Antje Deparade war im vergangenen Jahr die erste, aus den ostdeutschen Bundesländern stammende Deutsche Meisterin in der Vielseitigkeit. Mit der selbst gezogenen Schimmelstute Komtess (von Kolibri) holte sie sich 2003 im ostbayerischen Kreuth den Titel der Juniorenmeisterin. „Unsere Reiterinnen haben hier gute Leistungen erbracht. Besonders erfreulich ist, dass vier von ihnen im nächsten Jahr altersmäßig noch bei den Junioren starten dürfen und auf den jetzigen Leistungen aufbauen können. Gezeigt hat sich hier auch wieder einmal der hohe Stellenwert unseres Ausbildungs- und Turniersystems. Hervorgehoben werden muss vor allem das Nachwuchschampionat Vielseitigkeit, bei dem das stilistisch gute Reiten besonders gefördert wird", zog Rüdiger Schwarz sein Fazit. Hb Quelle: FN-Aktuell
Doppel-Erfolg für Michael JungSteinberg (fn-press). Einen Doppelerfolg landete Michael Jung (Horb) beim internationalen Zwei-Sterne-Turnier im bayerischen Steinberg. Mit der Trakehner Stute Miss Meller siegte Jung mit 46,8 Minuspunkten und belegte darüber hinaus mit dem Iren Candle Light den zweiten Platz (49,90). Auf dem dritten Platz der 64 Teilnehmer starken Prüfung landete ein ebenfalls Drei-Sterne-erfahrenes Paar, Max von Bredow (Dießen) mit Sid Sullivan (51,1). Vierter wurde Olympiareiter Frank Ostholt (Warendorf) mit Aconda (56,0). Hb Quelle: FN-Aktuell
Drei Sterne und das Youngster-Cup Finale für KreuthRieden/Kreuth (fn-press). Vom 1. bis 3. Oktober ist das Ostbayerische Pferdesport- auch ein CIC* sowie ein CCI** ohne Rennbahn. Der CIC*** ist zugleich das Finale für den in diesem Jahr mit Erfolg eingeführten Youngster Cup für Nachwuchsreiter (bis 25 Jahre) und Pferde (bis neun Jahre). Hier führt nach vier Qualifikationsprüfungen mit Michael Jung (Horb), Europameister der Jungen Reiter 2003, und seinem achtjährigen Iren Candle Light ein Paar, das beide Kriterien erfüllt. Michael Jung bringt 83 Punkte aus den Qualifikationen mit; nur einen Punkt weniger hat Annekatrin Franzky (Soderstorf) mit Welfin auf dem Konto. 69 Punkte vorweisen kann bisher Malte Dohm, Mitglied der Warendorfer Perspektivgruppe, mit Cayenne P, der damit vor dem Finale an dritter Stelle rangiert. Der gebürtige Holsteiner hat zudem mit Chatte Noire ein weiteres Eisen im Feuer. Im Finale kann sich aber noch einiges ändern, denn hier bringen die Platzierungen doppelt so viele Punkte wie bei den Qualifikationen in Marbach, Schenefeld, Luhmühlen und Hamburg-Horn. Insgesamt haben 27 Paare Youngster-Cup-Punkte gesammelt. Die Veranstaltung in Kreuth beginnt am Freitag, 1. Oktober, mit den Dressuren in allen drei Prüfungen, am Samstag und am Sonntag finden dann sowohl die Gelände- wie auch Springprüfungen statt. Hb Quelle: FN-Aktuell
Landestrainerseminar Voltigieren IVeränderungen stehen ins HausWarendorf (fn-press). Rückschau und Saisonplanung sind die wesentlichen Inhalte der Landestrainerseminare im Herbst. So auch im Voltigieren, wo im kommenden Jahr durch Veränderungen im internationalen Reglement einige Neuerungen anstehen. Was wird neu? „Zum einen fällt bei den Gruppen die Altersgrenze weg und die Gruppenstärke verringert sich international von acht auf sechs Voltigierer. Außerdem soll es ein Juniorenchampionat geben für Gruppen, deren Mitglieder nicht älter als 16 Jahre sind", erläuterte Bundestrainerin Ulla Ramge (Warendorf) den Landestrainern im Voltigieren die wesentlichen Reformen. Damit stehen natürlich auch für den nationalen Bereich Veränderungen ins Haus. So wird die nächste Bundessichtung (20. bis 22. Mai in Luhmühlen) den neuen Gegebenheiten angepasst, das heißt, hier treten die Gruppen bereits in verminderter Stärke an. „Das gilt auch für internationale Voltigierturniere, aber nicht für die Deutschen Meisterschaften", informierte Ulla Ramge. Ein paar wenige Neuerungen gibt es im kommenden Jahr auch für die Einzelvoltigierer, die sich in ihrem Technikprogramm auf das Element „Nadel" einstellen müssen, die das bisherige „einbeinige Knien seitwärts" ersetzt. Außerdem wird in der Einzelvoltigierpflicht der Bodensprung ersatzlos gestrichen. „Die Einzelvoltigierer sind von den Reglementänderungen nur wenig betroffen", so Ulla Ramge. Die größte Herausforderung des nächsten Jahres sieht die Bundestrainerin darin, innerhalb kurzer Zeit die neuen Junior-Teams auf die Beine zu stellen. „Hier brauchen wir natürlich auch die Besten aus dem ganzen Land. Bitte bedenken Sie bei der Auswahl, dass hier zwar Anforderungen der Klasse C gestellt werden, wir im Grunde aber Voltigierer auf A-Niveau benötigen", wies die Bundestrainerin ihre Trainerkollegen aus den Landesverbänden eindringlich hin. „Möglicherweise ist es hilfreich, Voltigierer aus mehreren Gruppen zu einer Mannschaft zusammen zu stellen." Die Sichtung der neuen Junior-Teams soll im Rahmen des neu geschaffenen Nachwuchschampionats Voltigieren erfolgen. Der Termin – 11./12. Juni 2005 – steht bereits fest, der genaue Ort noch nicht. Mit dem Nachwuchschampionat wollen der Disziplinbeirat Voltigieren des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) und die Bundestrainerin noch einen Schritt weitergehen als es das internationale Reglement fordert. Parallel zu den Junior-Teams sollen auch die besten Nachwuchs-Einzelvoltigierer (bis maximal 18 Jahre) im Lande gesichtet werden. „Ein solcher ‚Talentschuppen’ ist längst überfällig", so Ulla Ramge. „Wir wollen damit allen nachrückenden Voltigierern die Chance geben, sich auf einer Bundesveranstaltung mit ihresgleichen zu messen, ohne gleich den direkten Vergleich mit der aktuellen Spitze antreten zu müssen." Neben den Neuerungen im Reglement und der Ankündigung des Nachwuchschampionat standen die Themen Nachwuchsförderung und Talentfindung generell auf der Tagesordnung des Landestrainerseminars. Unter anderem präsentierte der westfälische Landestrainer Christian Peiler (Hamm) ein Pilotprojekt seines Landesverbandes zur Jungenförderung im Voltigieren. Über gezieltes und effektives „Coaching" im Sport referierte Dr. Gaby Bussmann, Sportpsychologin am Olympiastützpunkt in Dortmund, die in diesem Jahr unter anderem die Bundeskader Voltigieren sowie Vielseitigkeit erfolgreich betreut hatte. Hb Quelle: FN-Aktuell
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