Fortbildung für Ausbilder und Richter im Voltigieren

Bereits seit Jahren hat es sich bewährt, dass sich einmal pro Jahr die Richter und Ausbilder im Voltigiersport an einen Tisch setzen. So können Neuerungen gemeinsam besprochen werden, im Voltigieren sind das in diesem Jahr recht gravierende Änderungen.

Bei der diesjährigen Tagung Mitte März in Sindelfingen kamen jedoch nur 28 Teilnehmer. Ute Lockert, Organisatorin dieser Tagung, bedauerte das Desinteresse .

„Wir haben 148 registrierte Gruppen und 103 Einzelvoltigierer in Baden-Württemberg, aber hier sitzen wir in einer familiären Runde“ so Ute Lockert.  Klar zeigte sich, dass sich bei dieser Tagung immer wieder die gleichen Gesichter treffen, neue und junge Ausbilder kommen nur recht selten dazu.

Gemeinsam vom Arbeitskreis Richter und dem Disziplinbeirat Voltigieren wurden  spezifische Prüfungsformen für  Baden-Württemberg entwickelt, die den Aktiven den oft recht schwierigen Einstieg in den Turniersport erleichtern sollen. Dabei handelt es sich um Prüfungsformen zwischen dem Breitensport und dem Leistungssport.

Team Böblingen

Als Renner hat sich in 2004 das Pilotprojekt „Voltigierpferdeprüfung“ entwickelt. Diese neue Prüfung hatte regen Zulauf und zeigt, dass dafür der Bedarf da ist. Damit sollen Pferde, die  beim Voltigieren neu im Turniergeschehen sind, unter vereinfachten Bedingungen an den Sport herangeführt werden. Gezeigt wird eine verkürzte Pflicht und eine leichte Kür, aber nur mit vier Voltigierern. Unterschied zu den Dressur- und Springpferdeprüfungen ist, dass im Voltigieren auch ältere Pferde in den Voltigierpferdeprüfungen startberechtigt sind. Seit diesem Jahr erfolgt die Unterteilung in fünf bis siebenjährige Pferde und achtjährige und ältere. Kriterium ist, dass die Pferde noch nicht mehr als drei Starts in Voltigierprüfungen hatten. Wer meint, dass diese Prüfung dazu da ist Schleifen zu sammeln, und dann Pferde gut verkaufen zu können, der hat den Sinn dieses Turniereinstiegs für die Pferde gründlich mißverstanden. Nach den Erfahrungswerten des Vorjahres ,sind die Anforderungen jetzt geändert. Die Pflicht wird künftig nur in einem Block gezeigt, der zweite Aufsprung entfällt also. Statt der Wende nach außen wird künftig der Abgang nach außen gezeigt.

Die Longierprüfungen, sinnvoll für die Longenführer, aber ein Publikumskiller, wurden gekürzt und werden künftig nur noch in der Klasse E und A angeboten und künftig auswendig longiert. Dies ist im Hinblick auf die Longierabzeichen auch durchaus sinnvoll.

Damit's nicht zu theoretisch wurde, zeigten Longenführer und Voltigierer aus Sindelfingen, Böblingen und Neubulach die neuen Prüfungen in der Praxis.

Im nächsten Jahr wird die baden-württembergische Richter- und Ausbildertagung in die internationale Tagung vom 10 bis 12. Februar in Bad Boll integriert. Bleibt zu hoffen, dass sich dafür mehr interessieren.

Gabriele Knisel-Eberhard

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Vielseitigkeit Sahrendorf: Top-Erfolg für Baden-Württemberger Reiter

Uta Helkenberg

Sahrendorf (fn-press). In der ersten Vielseitigkeitsprüfung Klasse M der Saison im niedersäschsischen Sahrendorf landete Michael Jung (Horb) einen Doppelerfolg. Mit seinen Pferden Miss Meller (Endergebnis 48,4 Strafpunkte) und Candle Light (60,2) setzte sich der Baden-Württemberger an die Spitze des Starterfeldes, nachdem der nach Dressur und Springen führende Andreas Dibowski (Döhle) mit Serve Well, am vergangenen Wochende Sieger der Saisonauftaktprüfung in Hannover mit Little Lemon B, planmäßig auf einen Start ins Gelände verzichtet hatte. Auf dem dritten Platz landete ebenfalls ein Württemberger: Dirk Schrade aus Gomadingen, Mitglied der Warendorfer Perspektivgruppe Vielseitigkeit, mit Unice (63,5).

Quelle: FN-Homepage

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Jugendausschussitzung des Pferdesportverbandes BW in Sindelfingen

Für die diesjährige Jugendausschusssitzung  hatte sich Landesjugendwart Falk-Ingo Kettlitz (Bad Saulgau) wieder Neuerungen einfallen lassen. So sollten die Jahresberichte der einzelnen Sparten und der Regionalverbandsjugendwarte vorher schriftlich verschickt werden. So wäre es möglich bei der Sitzung darüber zu diskutieren und nicht mit langen Berichten die Tagesordnung zu verlängern. „Damit bleibt  mehr Zeit für neue Projekte und konzeptionelle Dinge bei der Jugendausschusssitzung“, so der Landesjugendwart. Auf Bundesebene wird dies bereits seit über 20 Jahren  erfolgreich praktiziert. In Baden-Württemberg gab's in diesem Jahr Anlaufschwierigkeiten, die aber in Zukunft beseitigt werden können.

Das Tagungsgremium war bei der diejährigen Frühjahrssitzung Ende Februar krankheitsbedingt ziemlich geschrumpft, wobei der Aktivensprecher der Dressurreiter, Stephan Köberle, den „Ritt“ von Warendorf- dort leistet er gerade bei der Sportkompanie seinen Wehrdienst ab - bis nach Sindelfingen und zurück nicht gescheut hat.  Landesverbandspräsident  Volker Hahn zeigte sein Interesse an der Jugendarbeit und nahm an der Sitzung teil. Übrigens, auch Volker Hahn begann seine Karriere als Landesjugendwart. Er war damals der erste Landesjugendwart des neu gegründeten Landesverbandes Baden-Württemberg.

 

Aus den Disziplinen

Erstmalig in diesem Gremium dabei war Felix Auracher, der Fahrtrainer. Bei den Fahrern steckt die Jugendarbeit noch in den Anfängen, dennoch ist er zuversichtlich. Die Nachwuchsfahrer kommen ausschließlich aus Fahrerfamilien, Jugendliche, die zum Pferdesport kommen und dann mit dem Fahren beginnen, sind eher die Ausnahme. Klar zum Ausdruck brachte er , dass der Fahrsport bundesweit stagniert, lediglich der „Einspänner“ boomt. In der Jugendarbeit wurden 2004 erste Anfänge gemacht, auf denen soll jetzt aufgebaut werden.

„Bei den Ponyreitern fehlt es an talentiertem Nachwuchs“  stellte Heinz Bürk in seinem Rückblick fest. Deshalb soll künftig die Förderung  im Ponysport noch mehr an der Basis ansetzen.

Gesine Seibold, die für die Vielseitigkeitsreiter im Jugendausschuss ist, hat in ihrer Sparte eine gute Truppe zusammen. „Bei uns ist der Nachwuchsmangel wie in den anderen Disziplinen noch nicht so ausgeprägt, in Württemberg haben wir 30 talentierte Junioren zusätzlich zum Regionalkader“ so die Tübingerin. Allerdings ist die Verbandsförderung in der Vielseitigkeit recht breit angelegt und beginnt sehr früh.

Bei den Voltigierern gab's im vergangenen Jahr eine Steigerung von 10 % . Damit kann Baden-Württemberg jetzt zur Deutschen Meisterschaft drei Gruppen und sechs Einzelvoltigierer entsenden. Um den vielfältigen Aufgaben an den Landestrainer besser gerecht zu werden, gibt es seit diesem Jahr  Dietmar Otto als Trainer für die Gruppen und Stephanie Metzger für die Einzelvoltigierer.

Walter Linsin, zuständig für die Vierkämpfer im Land, bemängelte die mangelnde Unterstützung der Vereine im Vierkampf. Meist muß er seine Junioren auf den entsprechenden Veranstaltungen selbst aussuchen. Hier wünscht er sich mehr Hilfestellung von der Basis.

In der Dressur soll auch in diesem Jahr das in 2004 begonnene Sichtungssystem beibehalten werden. Gut angenommen wurde der Auswahllehrgang von Landestrainer Bertin Pötter für die Dressurreiter zur Sichtung in München. Dazu wurden auch talentierte Nachwuchsreiter eingeladen, die nicht Mitglied im Landeskader sind. Nach zweitägigem Lehrgang wurden abschließend die Aufgaben geritten, die bei der Sichtung und beim Preis der Besten in Warendorf geritten werden. Neben der Beurteilung durch das Richtergremium erhielten die Teilnehmer ein Videoband mit mündlichen Kommentaren für die weitere Arbeit von Kerstin Holthaus, Mitglied der Bundesjugendleitung.

Aus Altersgründen wechseln bei den Springreitern in diesem Jahr viele der Jungen Reiter (U 21) ins Reiterlager und Junioren (U 18) zu den Jungen Reiter. Um Nachwuchsleute kontinuierlich aufzubauen, wurden die Nachwuchstalente bereits zu den Frühjahrslehrgängen nach Legelshurst eingeladen. „Junge Reiter, die sich Chancen auf eine Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften ausrechnen sollten regelmäßig auch an schweren Springen - S**- teilnehmen“, so Paul Hofmann, als Vertreter der Springreiter im Jugendausschuss.

Die „Allgemeine Jugendarbeit“ hat im Verband  Baden-Württemberg an Stellenwert gewonnen. 2004 wurden die ersten Anfänge gemacht. So wurde ein kombinierter Lehrgang Sportassistent Reiten und Juleica angeboten und der Preis der „Besten Jugendarbeit in den Vereinen“ ausgeschrieben. In diesem Jahr wird die „Allgemeine Jugendarbeit“ im Verband noch intensiviert, und zwar als gemeinsames Projekt der  drei Regionalverbände und dem Landesverband.

Ziele sind:

   Information und Beratung

   überfachliche Seminare

   Plattform für die Jugend

   Erarbeitung von Leitfäden

Jette Zollmann, Jugendsprecherin im Verband, hat mit interessierten Jugendsprecherinnen aus den Vereinen, ein Jugendteam gegründet. Hauptziel dieses Gremiums wird die Unterstützung der Jugendlichen in den Vereinen sein. „Wir wollen hier die Anregungen und Wünsche der Jugend aufnehmen und damit gleichzeitig die Eigeninitiative für die Vereinsjugendarbeit fördern“ erklärt Jette Zollmann.

Volker Hahn lobte das Engagement der Disziplinvertreter und der Mitglieder im Jugendausschuss und sicherte dem Gremium auch in Zukunft seine volle Unterstützung zu. „Was die Jugendarbeit betrifft, da rennen sie beim Vorstand immer offene Türen ein“ so Volker Hahn in seinem Schlußwort.

Gabriele Knisel-Eberhard

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Bestellformular für grüne Pferdekennzeichen als PDF-Datei

 



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