WLSB und VBG unterzeichnen Pauschalvertrag

Unfallversicherungsschutz für Ehrenamtliche im Sport deutlich vermessert 


Der Württembergische Landessportbund unterzeichnete am 3. Februar im SpOrt Stuttgart als erster Landessportbund in Deutschland einen Pauschalvertrag mit der gesetzlichen Unfallversicherung VBG. Damit erhalten automatisch alle gewählten und berufenen Ehrenamtsträger in den Mitgliedsorganisationen des WLSB einen erheblich besseren Versicherungsschutz.

„Das ist heute ein guter Tag für alle ehrenamtlich Tätigen im Sport“, bewertete WLSB-Präsident Klaus Tappeser diesen neuen Rahmenvertrag, der in Anwesenheit der Bundestagsmitglieder Ute Kumpf und Klaus Riegert unterzeichnet wurde. Beide Politiker hatten sich in der Enquetekommission

„Bürgerschaftliches Engagement“ intensiv für die Verbesserung der Bedingungen ehrenamtlicher Arbeit eingesetzt. Das Ergebnis: Seit Januar 2005 ermöglicht das „Gesetz zur Verbesserung des Unfallversicherungsschutzes ehrenamtlich Tätiger“ die zusätzliche Absicherung der gewählten Ehrenamtsträger in Vereinen, Fachverbänden.

Bisher war der Unfallversicherungsschutz für die ehrenamtlich Tätigen in portvereinen und Sportverbänden des WLSB über den Sportversicherungsvertrag an vertraglich vereinbarte Höchstleistungsgrenzen gebunden. Nun leistet die VBG (Verwaltungs-Berufsgenossenschaft) Hilfe auch bei schweren Unfällen, notfalls ein Leben lang. „Der Rahmenvertrag zwischen WLSB und VBG ist ein wertvoller Beitrag zur Sicherung des bürgerschaftlichen Engagements im württembergischen Sport“, erklärte Tappeser. „Der Vertrag ergänzt den vorhandenen Versicherungsschutz, den wir über unseren Sportversicherungsvertrag mit der ARAG bereits haben.“

Die Bundestagsabgeordneten Ute Kumpf und Klaus Riegert begrüßten einhellig diesen Vertrag: „Er setzt die Forderungen der Enquetekommission ‚Bürgerschaftliches Engagement’ in vorbildlicher Weise in die Praxis um. Wir hoffen, dass weitere Organisationen diesem Beispiel folgen und die vielen ehrenamtlich Tätigen in Deutschland in ihrer wichtigen Arbeit absichern.“

Um seine Ehrenamtlichen zu versichern, entrichtet der Verein an den WLSB eine pauschale Gebühr von lediglich 0,06 Euro pro Vereinsmitglied und Jahr. Das ist möglich durch ein Minimum an Verwaltungsaufwand und ein unbürokratisches Vorgehen über den Landessportbund und seine Mitgliedsorganisationen. „Dieser Vertrag ist einmalig im deutschen Sport, weil er automatisch alle Ehrenamtlichen unter Versicherungsschutz stellt, und das mit einem minimalen Aufwand an Bürokratie für die Betroffenen“, bestätigte Susanne Heyne, Vorsitzende des Sportausschusses der VBG.

Die Höhe der Versicherungsleistungen für die ehrenamtlich Tätigen richtet sich innerhalb der gesetzlichen Bemessungsgrenzen nach den tatsächlichen Einkommensverhältnissen vor dem Versicherungsfall. Bei Ehrenamtlichen, die in keinem Beschäftigungsverhältnis stehen, wird ein Jahresmindesteinkommen zu Grunde gelegt.

Hier: Presseinfo des WLSB

Quelle: Homepage WLSB

 

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2. Volti-Winterfestival in Bad Boll


Zum zweiten Mal nutzen über 300 Voltigierer Ende Januar, die Kleinsten waren knapp den Pampers entwachsen, die Gelegenheit zum „Indoor-Wettkampf“ der Voltigierer in der Boller Schulturnhalle. „ Nachdem die Resonanz beim 1. Winter-Volti-Festival so groß war, haben wir als Veranstalter gemerkt, dass hier ein großer Bedarf ist. Vor allem Nachwuchsgruppen oder Gruppen, die in der Regel gar nicht auf Turniere gehen,  nutzen diese Gelegenheit im Winter sehr gerne “ so Dorothee Rudolph, eine der Organisatorinnen. Dies war auch Grund genug für eine Neuauflage dieses Events. Zwar wurde das Prüfungsprogramm gestrafft , das tat der Veranstaltung jedoch keinen Abbruch. „ Im letzten Jahr war es teilweise sehr hektisch, wir hatten einfach zu viele verschiedene Prüfungen angeboten, da wuselte es in der Turnhalle nur noch“ erklären die Veranstalter das veränderte Angebot. Dennoch war das Angebot groß genug, Turnpferdwettkämpfe für Gruppen und Einzelvoltigierer, Fitnessparcours und Turnen auf dem Schwebebalken, die Aktiven waren ständig zu Gange. Damit die Voltigierer aber auch für das Training und anstehende weitere Wettkämpfe etwas davon profitieren konnten, wurden die Vorführungen auf dem Turnpferd von Voltigierrichtern bewertet. Silvia Gern und Sabine Dunkes bewerteten die Leistungen kindgerecht. „ Wir hatten hier die Möglichkeit die Fehler im Anschluss an die Vorführung zu besprechen, das Ganze nochmals auf dem Turnpferd zu wiederholen und dann zu korrigieren, da profitieren die Voltigierer davon“ erläuterte Silvia Gern

 

Weltmeisterin als Vorturner

In diesem Jahr war die amtierende Weltmeisterin der Einzelvoltigiererinnen, Nicola Ströh, als Zugpferd mit von der Partie. Sie demonstrierte nicht nur ihre Weltmeisterschaftskür mit der sie 2004 den Titel gewann, sondern holte sich die zukünftigen Weltmeisterinnen von Morgen auf’s Turnpferd und demonstrierte mit ihnen gemeinsam Übungen. Davon werden die Kleinen noch lange zehren, einmal gemeinsam mit der besten Voltigiererin der Welt ein Pas de Deux gemacht, das ist was für’s ganze Leben. So auch die kleine Leonie aus Aichwald, die mit ihren sechs Jahren von Nicola gekonnt zum Schulterflieger aufgerollt wurde und zuerst gar nicht wusste, was mit ihr geschah.  Im Turnparcours machte die diplomierte Sportwissenschaftlerin nicht nur die geforderten Übungen vor, sondern stoppte auch die Zeit und feuerte die Aktiven an. Man sah ihr an, dass sie Spaß hatte beim Winter-Volti-Festival dabei zu sein. Nicola hat in diesem Jahr den Blick fest auf die Weltreiterspiele in Aachen gerichtet, dort möchte sie ihren Titel verteidigen. Die Saison 2005 war für sie verletzungsbedingt ausgefallen.“ Was dann kommt ist noch offen“ äußerte sie sich über ihre beruflichen Zukunftspläne.

Ein besonderes Schmankerl war, als Nicola die Einsteiger Pflichtübungen auf dem Turnpferd vorturnte und die Voltigierer ihre Fehler korrigieren konnten. Dabei hatten nicht nur die Aktiven ihren Spaß, sondern konnten auch den Unterschied zwischen einer fehlerhaften und sauberen Pflicht sehen.

Tipps für ihre Einzelkür erhielt auch Natalie Mohr, Mitglied der Regionalkadergruppe Murrhardt  und aktive Einzelvoltigiererin. „ Deine Kür ist ganz nett, aber sie könnte etwas peppiger sein“ war die Meinung von Nicola Ströh. Verbesserungsvorschläge dafür hatte sie dann auch gleich parat. Nun bleibt abzuwarten, wie Natalie diese Vorschläge auf den Turnieren umsetzen wird. 

Das 2. Boller Winter-Volti-Festival war wieder eine gelungene Abwechslung im Wintertraining der Voltigierer  und stärkt die Motivation der Aktiven. Dennoch kann es den Sport mit dem Pferd nicht ersetzen. 

Gabriele Knisel-Eberhard

 

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