Miriam Schock ist neue Jugendsprecherin im Pferdesportverband Baden-Württemberg


Anlässlich der Jugendausschusssitzung im Pferdesportverband Baden-Württemberg am 22. März hat die Landesjugendsprecherin Jette Zollmann (Waldbrunn) ihr Amt aus familiären Gründen noch vor Ablauf der Amtszeit abgegeben. Vom Jugendausschuss wurde Miriam Schock gewählt. Im kommenden Jahr stehen auch in diesem Gremium komplette  Neuwahlen an.

Miriam Schock ist seit zwei Jahren Jugendsprecherin in Südbaden und hat sich gemeinsam mit Jette Zollmann für JIT (Jugend im Team) engagiert und wertvolle Aufbauarbeit geleistet. So organisierte sie gemeinsam mit Jette Zollmann das Zeltlager für Jugendsprecher beim Landesjugendturnier in Meissenheim im vergangenen Jahr und mehrere Informationsstände von JIT.

Die 21- Jährige studiert in Freiburg Lehramt und hat als Hobbys, neben dem Dressurreiten, Kinobesuche und Yoga. Im vergangenen Jahr hat sie ein Team- das südbadische Team mit der weitesten Anreise- zum Bundesbreitensportfestival nach Warendorf begleitet. 2004 hat sie am ersten Lehrgang des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg zum Trainerassistent Reiten und Juleica teilgenommen.

Das Lebensmotto der neuen Jugendsprecherin ist:

Motivieren - Aktivieren - Unterstützen.

Um dieses Motto in die Tat umzusetzen, bietet die Jugendarbeit reichlich Platz. 

Gabriele Knisel-Eberhard

 

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Mitgliederversammlung des Württembergischen Pferdesportverbandes (WPSV) in Dornstadt


Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des WPSV am 25. März in Dornstadt konnte der erste Vorsitzende Gerhard Ziegler Vertreter aus 100 Mitgliedsvereinen begrüßen. Nach der schwach besuchten Versammlung im Vorjahr mit nur 71 Vereinen , in diesem Jahr eine erfreuliche Angelegenheit. Vielleicht waren auch die kritischen Worte des Vorsitzenden im Vorjahr auf fruchtbaren Boden gefallen oder die anstehenden Wahlen lockten die Vereinsvertreter zur Versammlung. So waren in diesem Jahr 22% aller möglichen Stimmen anwesend. 

In seinem Rückblick ging Gerhard Ziegler auf die Mitgliederentwicklung im vergangenen Jahr ein. „Zum Ende des Jahres 2005 hatte der Verband  58572 Mitglieder in 466 Vereinen. Nach der Statistik sind die Mehrheit der Vereine, immerhin 372 Vereine, kleine Vereine bis zu 150 Mitgliedern. Dies entspricht 81 % der Mitgliedsvereine. Deutlich in der Minderheit sind die großen Vereine über 351 Mitglieder, dieser Gruppe gehören nur 3 % an“ so der Vorsitzende. Diese Zahlen stammen aus den Meldungen der Vereine an den Württembergischen Landessportbund, eigene Erhebungen macht der WPSV dafür nicht. Seine Position, als neuntgrößter Verband in Württemberg, konnte der WPSV behaupten.

Zugenommen hat die Anzahl der Jugendlichen bis 18 Jahre auf 21228, das sind 36,24 %, davon sind 18482 weiblich. Auch in der Altersklasse bis zu 40 Jahren sind noch mehr weibliche Mitglieder in den Vereinen als Männer.

Strahlende Gesichter gab es beim gesamten Verbandsvorstand über den positiven Jahresabschluss im Jahr 2005. So konnte das Jahr 2005 mit einem Gewinn von 13.678,34 Euro abgeschlossen werden. Christoph Möhl, Schatzmeister des Verbandes, trug die Jahresrechung und die Bilanzentwicklung mit einem strahlenden Gesicht vor. Von Verbandsseite konnten alle Fördermaßnahmen und Lehrgänge in der zugesagten Höhe unterstützt werden, obwohl der Staatszuschuss gegenüber 2004 um rund 6000 Euro geringer ausfiel .

Manfred Brüssel hob in seinem Bericht als Rechnungsprüfer nochmals auf das positive Jahresergebnis ab. „ Nach jahrelangem Verlust ist dies eine Leistung“ so Manfred Brüssel, dennoch hatte er gleich ein Anliegen für das laufende Jahr. Er wünschte sich von der Geschäftsstelle und dem Vorstand „wirtschaften mit Augenmaß , aber trotzdem alle Anforderungen der Vereine erfüllen“ . Für das Jahr 2006 wird ein ausgeglichener Haushalt geplant.

Die Nachwuchsförderung sieht der Verband als eine der wichtigsten Aufgaben an, sind doch 36 % der Verbandsmitglieder unter 18 Jahren. Für diese Altersklasse bietet der Verband Sichtungsturniere und Sichtungsprüfungen auf verschiedenen Turnieren  an . Zuschüsse werden für reine Juniorenturniere und Prüfungen, die der Altersklasse U 21 vorbehalten ist, bezahlt.

Die reiterliche Fortbildung des talentierten Nachwuchs unterstützt der Verband durch Lehrgänge in den Ferien oder an Wochenenden.  Allerdings endet die Nachwuchsförderung im WPSV bei 16 Jahren , denn dann sollte die Ausbildung von Reiter und Pferd soweit sein, dass die Jugendlichen in den Landeskader übernommen werden können. Vom Förderkonzept her ein logischer Aufbau, in der Praxis klappt dieser Übergang jedoch nur für einen kleinen Teil der Aktiven, denn die Anforderungen sind hier enorm hoch.

Da es auch immer mehr Jugendliche im Verband gibt, die keine Ambitionen für  den Spitzen- oder überhaupt den Turniersport haben, unterstützt der Verband die Lehrgänge des Landesverbandes im Bereich „Allgemeine Jugendarbeit“ mit einem Zuschuss von 2000 Euro .

Volker Hahn, Präsident des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg, erläuterte der Versammlung die geplante Beitragserhöhung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für das kommende Jahr. Die FN hatte die Beiträge seit 36 Jahren stabil gehalten, jetzt kommt die Erhöhung aber faustdick. Klar ist aber auch, dass die gestiegenen Anforderungen aller Pferdesportler an den Dachverband auch ihren Preis haben. Nur kostenlose Dienstleistungen zu wollen, das wird auf Dauer nicht funktionieren. Dennoch stimmten nicht alle Anwesenden für die Beitragserhöhung.

So richtig spannend waren die Wahlen in diesem Jahr nicht, obwohl alle anstehenden  Positionen in geheimer Wahl abgestimmt wurden. Gerhard Ziegler wird gemeinsam mit seinen drei Stellvertretern Dieter Heil, Frank Reutter und Eddy Stöferle weiterhin den Verband führen. Als Schatzmeister wurde Christoph Möhl wieder gewählt. Rolf Berndt wird auch künftig für den Breitensport im Vorstand des Verbandes sein. Nicht genutzt wurde von den Vereinsvertretern zur Vorbereitung auf die Wahl der Internetauftritt der Kandidaten auf der homepage des Verbandes. Nicht einmal 50 Personen hatten sich die Portraits der bisherigen Amtsinhaber - mit Bild-  im Internet angeschaut. Im Vorjahr war dies einer der Anträge der Oberschwaben. Neu im Vorstandsgremium ist künftig Petra Rometsch aus Großbottwar, die neue Jugendwartin des WPSV. Gewählt wurde sie von der Jugendvollversammlung, bestätigt wird der Jugendwart allerdings von der Mitgliederversammlung, so schreibt es die Satzung vor.

Mit „standing ovations“ wurde Bea Mathilde König von der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied gekürt. Beachtlich, mit welchem Elan sie mit 85 Jahren noch an jeder Ausschusssitzung und Mitgliederversammlung dabei ist. Harald Neun, lange Jahre Vorsitzender des PSK Heidenheim, Vereinsvorsitzender und Turnierleiter in seinem Pferdesportkreis, wurde mit der Silbernen Ehrennadel des Verbandes ausgezeichnet.

Fazit der diesjährigen Mitgliederversammlung war mehr Interesse der Basis am Verbandsgeschehen. Für die Zukunft wünschen sich die Vereinsvertreter keine Veränderung der Satzung, das Stimmrecht soll bei den Vereinen bleiben. Eine Änderung wird es dennoch geben, denn die Ausschussmitglieder sollen in Zukunft Stimmrecht haben.

Gabriele Knisel-Eberhard

 

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Vereinsvertreter diskutierten in Arbeitskreisen


Anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung des Württembergischen Pferdesportverbandes (WPSV) trafen sich Vertreter aus 60 Vereinen zum Gedankenaustausch, und um für die Zukunft im Pferdesportverband die Weichen zu stellen ,in drei verschiedenen Arbeitskreisen oder workshops, wie man solche Arbeitsgremien auf neudeutsch heute nennt.

Zum Thema „Reiten als Seniorensport“ hielt Dieter Hofmann, Vorsitzender des Pferdesportkreis Nordschwarzwald, das Einführungsreferat. Klar zum Ausdruck brachte er, dass ältere Menschen die am stärksten wachsende Bevölkerungsschicht ist. „ Alle wollen es werden, aber keiner will es sein“ so Dieter Hofmann. Im Jahr 2007 sind 30 % der Bevölkerung über 60 Jahre , da heißt es im Sport allgemein, und auch im Pferdesport entsprechend zu reagieren. „ Der Mensch ist zu jedem Zeitpunkt des Lebens trainierbar und die Lebenserwartung nimmt mit mehr Training um mindestens zwei Jahre zu. Der Sport muß in diesem Alter nur Spaß machen, Höchstleistungen sind hier nicht mehr angesagt“ machte Dieter Hofmann den Älteren unter den workshop Teilnehmern Mut. Das Fazit aus diesem Arbeitskreis zog Eddy Stöferle, einer der stellvertretenden Vorsitzenden des Verbandes. „ Die Senioren im Verein sind für unsere Vereine eine Überlebenschance. Sie haben ganz andere Wünsche an den Verein als andere Altersgruppen. So steht hier die Gemeinschaft im Vordergrund, Spaß und Geselligkeit spielen eine wichtige Rolle für unsere Senioren“ so Eddy Stöferle. Klar wurde auch, dass die Ausbilder hier auch umdenken müssen, so muß der Ausbilder den Senioren Sicherheit beim Sport im Alter vermitteln . Dennoch waren sich alle einig, dass für ein gesundes Vereinsklima die harmonische Mischung zwischen alt und jung am besten ist.

Nach Planungen des Landes soll die Anzahl der Ganztagesschulen von bisher 10% auf 40% erhöht werden. Dies fordert auch von unseren Reitvereinen ein Umdenken. Die Kinder haben künftig noch weniger Freizeit und die Vereine können durch Kooperationen mit Schulen im Reiten oder Voltigieren nicht nur Nachwuchs gewinnen, sondern auch einen wichtigen sozialen Beitrag leisten. Klar wurde, dass es hier nicht das Ziel ist die Weltmeister von morgen aus den Schulen zu rekrutieren, sondern Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Pferd zu ermöglichen, die ansonsten diese Möglichkeit nicht haben. Cordula Scharr aus Heddesheim , Lehrerin und Ausbilderin von Voltigiergruppen in Heddesheim, leitete diesen Arbeitskreis. Für sie steht bei einer Kooperation mit der Schule das Pferd im Mittelpunkt, nicht unbedingt der Sport. Klar zum Ausdruck kam aber auch, dass es hier keine Patentlösung gibt. „Die Vereine sollten aber die Chance nutzen und auf die Schulen schon mit einem Konzept zugehen, dann wird sich kein Schulleiter dagegen wehren. Gut ist es ,sich bei den Lehrern Verbündete zu suchen“ so Cordula Scharr in ihrem abschließenden Pladoyer. 

Gemeinsam mit Frank Reutter, stellvertretender Vorsitzender des WPSV, diskutierten die Teilnehmer im Arbeitskreis über die momentane Struktur des Verbandes. Verschiedene Modelle wurden angesprochen, Vor- und Nachteile abgewogen, neue Konzepte angedacht und verworfen. Fazit war, dass die Mehrheit der Vereinsvertreter das bisherige System so belassen möchte. Die Mehrzahl der Vereine möchte auch künftig bei der Mitgliederversammlung von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen und sich nur bei Verhinderung vertreten lassen. Wichtig ist den Vereinsvertretern aber auch, dass die Versammlung durch interessante Themen in Form von Arbeitskreisen oder Vorträgen aufgewertet wird. „Wir möchten noch einen Zusatznutzen und Informationsvorsprung vor den Vereinen haben, die nicht bei der Versammlung sind“ so der Tenor der Mehrheit.

Klar ist heute schon, dass auch bei der nächsten Mitgliederversammlung  - bei der wieder Neuwahlen anstehen- zusätzlich zum parlamentarischen Teil noch interessante Themen in Arbeitskreisen oder sogar in die Versammlung integrierte Vorträge auf dem Programm stehen.

Gabriele Knisel-Eberhard

 

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