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22. Juniorenturnier des Württembergischen Pferdesportverbandes (WPSV) in Dusslingen

Bereits zum dritten Mal stellte die Familie Raible ihre Reitanlage in Dusslingen für das Sichtungsturnier des WPSV zur Verfügung. Mit Unterstützung der Mitglieder des Reitvereins Pulvermühle Dusslingen hatten die Aktiven an beiden Turniertagen „Toppbedingungen“ für ihren Sport.

Wie bei den vergangenen beiden Turnieren wurde auch in diesem Jahr die Trennung in von Dressur und Springen an zwei Turniertagen beibehalten. In der A-Dressur gingen 25 Aktive an den Start, gegenüber dem Nennungsergebnis des Vorjahres von 13 Aktiven, eine erfreuliche Zunahme. Erfreulich auch das Ergebnis der Siegerin dieser Prüfung. Mit einer 7,3 sicherte sich die erst elfjährige Natalie Gauss vom RV Lautertal auf „Wie nett“ den Sieg. Eine weitere Siebenernote hatte die Zweitplatzierte Carolin Stauss vom RFV Lieshof auf Marek. In der L-Dressur auf Trense, geritten wurde die Aufgabe L5, sicherte sich Christiane Schneider vom RV Lauffen auf ihrer Neuerwerbung Despino den Sieg. Sie erreichte 64,79 %. Christiane Schneider gehört bereits zu den erfahrenen Aktiven, ist Mitglied des Regionalkaders Dressur und hat im vergangenen Jahr in Schutterwald beim Championat Rang sechs belegt. Rang zwei in dieser Prüfung ging mit knappem Rückstand an Carolina-Alexandra Tress vom RV Münsingen auf ihrem Nachwuchspferd Brendy's Kalaschnikow.  

Carolina-Alexandra Tress Die Richtergruppe

In beiden M-Dressuren siegte Regionalkadermitglied Carolina-Alexandra Tress mit Gris., einer 12jährigen braunen Westfalenstute von Glorieux. Die Siegerin , die in beiden Dressuren mit deutlichem Vorsprung gewann, war im vergangenen Jahr bereits in Schutterwald  und beim Nachwuchschampionat der Dressurreiter in Jüterbog erfolgreich. Franziska Roschmann vom RV Reutlingen sicherte sich in beiden M-Dressuren auf Atlantik Rang zwei.

Erstmals wurden beim Sichtungsturnier zwei M-Dressuren ausgeschrieben. Eine Aufgabe auf dem 20 X 40 Viereck, die andere auf dem „großen“Viereck. Carmen Waldhausen, Regionaltrainerin Dressur,  will dies auch zukünftig so beibehalten. „  Als gut erwiesen hat sich , dass die Aktiven hier zwei M-Dressuren reiten konnten, in der zweiten Prüfung gingen die meisten Pferde einfach freier. Für die Aktiven war auch die erste Anspannung weg. Für die Junioren war es auch eine gute Gelegenheit einmal auf dem großen Viereck zu reiten, bei normalen Turnieren eher eine Seltenheit“. Für Landestrainer Andreas Grams, der erstmalig beim Sichtungsturnier dabei war, war dieses Turnier auch eine wichtige Standortbestimmung. „ Die meisten der Aktiven, die jetzt vorne in den Platzierungslisten standen, kannte ich bereits schon vom letztjährigen Championat oder von Lehrgängen. Einen Überflieger, den bisher noch keiner kannte, haben wir hier leider nicht gesehen“, so der Landestrainer. Auch die Richter der Dressurprüfungen befürworten grundsätzlich die Ausschreibung von zwei Prüfungen auf M-Niveau, wenn auch einige noch Probleme in den Seitengängen hatten, so die Richter unisono.

In der Stilspringprüfung Kl. A gingen 22 Aktive an den Start. Die Siegerin Lea Hertwig vom RC Freiberg siegte mit La Paz und einer Wertnote von 8,2. Auch die zweitplatzierte Aileen Dussle vom RG Hof Georgenau erhielt noch eine Wertnote von 8,0 . In der Stilspringprüfung Kl. L erhielten fünf Aktive Wertnoten von 7,0 und besser. Der Sieg in dieser Prüfung ging an  Vanessa Lachenmaier vom RSZ Hohenzollern vor Sarah Kluding (RFV Onolzheim) und Anne Eppinger vom VSFP Gestüt Lerchenhof in Münsingen. „ Wir haben hier einige ganz ordentlich reitende Junioren in den Stilspringen gesehen, natürlich waren auch Reiter am Start, die stilistisch doch noch einiges tun könnten“, so die Meinung der Richtergruppe. In der Springprüfung Kl. L nach Fehlern und Zeit hatten zehn Aktive einen Nullfehlerritt. Der Sieger dieser Prüfung hieß Hans Betz jun. von der RSG TSV Undingen. Zum abschließenden M-Springen wurden 24 Pferde gesattelt, wobei neun Reiter jeweils zwei Pferde an den Start brachten. Mit zwei Kombinationen und einer Triplebarre als letzen Sprung verlangte der Parcourschef von den Aktiven „reiten mit Kopf“. Sechs Reiter brachten ihre Pferde ohne Fehler ins Ziel. Sieger dieser Prüfung wurde Regionalkadermitglied Alexander Kern von der Tübinger RG auf Priamos vor Patrick Höchster vom RV Hüttental auf Roseldis und Marcel Braitinger vom RFV Giengen auf FBW Bodyguard B.  

Alexander Kern Hans Betz jun.


Fazit dieses Prüfungstages war für den Regionaltrainer Manfred Schlüsselburg, dass bei vielen der Aktiven die dressurmäßigen Grundlagen fehlen. „Oft versuchen die Junioren zu reiten wie die „kleinen Beerbaums“ und können dies doch nicht umsetzen. Das Ergebnis sind unrhythmische Ritte, zuerst reiten sie rückwärts, dann reiten sie zu sehr nach vorne und wundern sich, wenn sie dann einen Klotz am Bein haben. Hauptproblem ist bei vielen der Aktiven dann auch, dass sie ihre Pferde nicht mehr auf's Hinterbein bekommen. Die Pferdequalität ist bei den meisten besser, als das reiterliche Rüstzeug und die Rittigkeit der Pferde “, so der Regionaltrainer, der mit seiner Kritik nicht hinter dem Berg hielt.

Alles in allem war das Sichtungsturnier eine runde Sache und ist in Dusslingen gut aufgehoben.

Gabriele Knisel-Eberhard

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