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23. Sichtungsturnier des Württembergischen
Pferdesportverbandes
Saisonauftakt für die Junioren in Dusslingen
Bereits zum 23.
Mal hat der Regionalverband Württemberg sein Sichtungsturnier
veranstaltet. In diesem Jahr war der Verband zum vierten Mal Gast auf der
Reitanlage der Familie Raible in Dusslingen. Für die
Regionaltrainer in der Dressur, Carmen Waldhausen, und Springen, Manfred Schlüsselburg,
ist dieses Turnier immer eine wichtige Standortbestimmung . So werden nach
diesem Turnier die Regionalkader in Dressur und Springen neu formiert und die
Trainer haben ein Auge auf die Aktiven, die bereits Kadermitglieder sind. Für beide
Trainer ist dieses Turnier auch wichtig im Hinblick auf die Nominierung der
Aktiven für die Championatsprüfungen in Schutterwald und die Teilnahme am
Landesjugendturnier in Meissenheim.
Gute Resonanz auf die Dressurprüfungen
Regionaltrainerin
Carmen Waldhausen hat bei diesem Turnier einige neue Gesichter entdeckt,
jedoch waren die meisten Aktiven in der L- und den beiden M-Dressuren für sie
keine Unbekannten. „In der
A-Dressur waren auch zahlreiche Ponyreiter am Start. Dies zeigt, dass in der
Altersklasse unter 14 Jahren noch viele Kinder mit dem Pony unterwegs sind“ so
Gesine Seibold, eine der Richterinnen in Dusslingen. „Auffallend war, dass
viele der Aktiven auf dem Abreiteplatz wesentlich besser geritten sind, als dann
in der Prüfung. Die Nerven spielen hier doch auch eine große Rolle. Deshalb
ist dieses Turnier eine gute Sache für die Aktiven, die auch bei größeren
Turnieren an den Start gehen wollen“ ist die Meinung von Gesine Seibold. Der Sieg in der
A-Dressur ging an Raffaella Saur auf Tamina vom gastgebenden Verein. Mit der
Wertnote 7,3 sicherte sich die 13-Jährige auf der neunjährigen braunen Stute
die Prüfung. Mit elf Jahren war Janine Daiss vom RV Schopfloch auf Rang
vier die Jüngste in der Platzierung. In der L-Dressur
wurde wie in den vergangenen Jahren eine Aufgabe auf Trense geritten. „ Es ist
wichtig, dass die Aktiven ihre Pferde auch auf Trense gut vorstellen. Einige der
Aktiven beginnen erst in der Klasse L, da ist eine Trensenprüfung doch
einfacher und bei den Landesmeisterschaften ist die erste Wertungsprüfung auch
eine L-Dressur auf Trense“ begründet Carmen Waldhausen ihre Entscheidung für
die Aufgabe auf Trense. Erfreulich in dieser Prüfung war, dass sich hier zwei
erst Zwölfjährige in die Platzierung reiten konnten. Natalie Gauss (RV
Lautertal) belegte Rang drei und Leonie-Gina Fischer (RV Frankenhardt) Rang
neun. Natalie Gauss hatte hier beim Sichtungsturnier im vergangenen Jahr die
A-Dressur gewonnen. Siegerin dieser Prüfung war Sabrina Pfefferle vom RFV
Hohentengen auf Laurin, einem achtjährigen dunkelbraunen Wallach. 24 Aktive in der
M-Dressur war eine erfreuliche Starterzahl. Vorjahressiegerin
Carolina-Alexandra Tress vom LPSV Donzdorf/Alb-Fils konnte auch in diesem Jahr
den Sieg in dieser Prüfung für sich verbuchen. Mit 61,45 % gewann sie die
goldene Schleife. Mit 13 Jahren war Melina Katz (RV Balingen) auf Nuit
d'Or die Jüngste in der Platzierung auf Rang drei. „Die Aktiven, die zuvor
die L-Dressur geritten waren, hatten Probleme mit der schnellen Umstellung
zwischen der Aufgabe auf Trense zu der Aufgabe,die auf Kandare geritten wurde
“ stellte Carmen Waldhausen fest. Sie denkt für das nächste Jahr über eine
Modifizierung der Ausschreibung in der Dressur nach. In der M-Dressur
auf dem „großen Viereck“ gingen 15 Aktive an den Start. Alissa Staib vom
Freizeitverein Aichstrut siegte in dieser Prüfung mit Rubinstein Son D. Sie ist
für Regionaltrainerin Carmen Waldhausen keine Unbekannte und war schon bei
mehreren Verbandslehrgängen dabei. Neue Talente in den Springprüfungen
Manfred Schlüsselburg
war mit den Leistungen der Aktiven im A- und L-Springen zufrieden. „ Hier
waren einige junge Leute am Start, die ich zum ersten Mal gesehen habe und die
jetzt auch in die Verbandsförderung aufgenommen werden“ erläuterte er sein
Konzept. Deshalb ist es auch wichtig, dass sich die Aktiven bei den
Verbandsturnieren zeigen. In der Stilspringprüfung Kl. A siegte Jochen
Pfefferle auf PBM Universum vom RFV Hohentengen. In der Stilspringprüfung Kl. L
ging die goldene Schleife an Jasmin Marek auf Cenvik vom RFV Ailingen.
Positiv fand
Manfred Schlüsselburg die Stilspringprüfungen. „Die Aktiven haben
dabei nicht immer die Uhr im Hinterkopf, sondern bemühen sich die Parcours
ordentlich zu absolvieren“ so der Regionaltrainer. „ Am liebsten würde ich
das im M-Springen auch ändern. Ein Springen mit Stechen würde doch dazu
erziehen, dass die Aktiven etwas mehr mit dem Kopf reiten“ ist seine Meinung .
Das M-Springen, das von Parcourschef Manfred Böhm fair aufgebaut war, hatte
zwar auch seine kniffligen Stellen, war aber nicht an der Oberkante in der
Schwierigkeit. Dennoch „heizten“ manche der Aktiven ziemlich kopflos über
den Parcours. „ Die Aktiven haben hier zum größten Teil nur an die Uhr
gedacht, haben ihre Pferde zwischen den Sprüngen zu stark aus dem
Galopprhythmus genommen und dann wieder zu „doll“ angeschoben. Ein gleichmäßiges
Galopptempo hätte bei manchen der Aktiven mehr gebracht. Für einige der
Junioren ist dies mental noch zuviel“ zog der Regionaltrainer Bilanzs über
das M-Springen. Siegerin Laura Reiner (LRFV Weil der Stadt) zeigte mit
Zora einen stilistisch ordentlichen, aber dennoch mit Abstand den schnellsten
Ritt. Von 26 Startern gab es in diesem Springen acht Nullfehlerritte . Im L-Springen
siegte die Siegerin des M-Springens, Laura Reiner, in der einer Abteilung. In
der anderen Abteilung gewann Vanessa Vogt vom PSV Ulm/Neu-Ulm auf Wega die
goldene Schleife. Das
Juniorenturnier des Verbandes findet ,trotz des frühen Termins, bei den Aktiven
immer mehr Zuspruch. Dies ist zum großen Teil auch den guten sportlichen
Bedingungen in Dusslingen zu verdanken.
Gabriele Knisel-Eberhard
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