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Geboren und aufgewachsen ist Harald Grimm in
der Lüneburger Heide. Schon als Kind hatte er Kontakt zu den Pferden, wenn auch
hauptsächlich zu den Arbeitspferden in der Landwirtschaft. Infiziert mit dem
Pferdevirus wurde er durch seine Eltern. Die Mutter war selbst aktive Reiterin,
der Vater im 2. Weltkrieg bei der berittenen Artillerie. Als Jugendlicher ritt
er hauptsächlich ohne Sattel „wild“ durch die Heide. Durch seine Kinder Andrea und Jens bekam er
Anfang der achtziger Jahre wieder Kontakt zu den Pferden. Inzwischen war die
Familie nach Nürtingen umgezogen. Die beiden Kinder hatten im Reitverein
Neckartailfingen mit dem Voltigieren begonnen und Harald Grimm begann 1971
wieder mit dem Reiten in diesem Verein.1972 wurde dann das erste eigene Pferd
gekauft, eine vierjährige Stute aus der die Familie ein Fohlen zog. In seine Tätigkeit als Voltigierausbilder
wurde Harald Grimm „wie ins kalte Wasser hineingeworfen“ erzählt er heute
schmunzelnd. „Der Reitlehrer in Neckartailfingen war gestorben und ein
Ausbilder im Voltigieren fehlte. Ich sollte dann mal vorübergehend einspringen,
damals hatte ich von der Ausbildung noch wenig Ahnung,“ schildert er den
Beginn seiner Tätigkeit als Voltigierausbilder. Durch Lehrgänge bei Ilse und
Paul Lorenz erwarb er sich das notwendige Rüstzeug. Schnell knüpfte die
Neckartailfinger Gruppe Kontakte zu anderen Gruppen aus dem In- und Ausland. Mit
den Pferde „Takt“ und „Twist“ waren die Neckartailfinger auf vielen
Turnieren im In- und Ausland am Start. Kein Wunder, dass es Harald Grimm gelang,
beim ersten Voltigierturnier in Neckartailfingen eine französische Gruppe an
den Start zu holen. Die Mannschaft aus Neckartailfingen
wurde von Harald Grimm von der C-Gruppe bis hin zur A-Gruppe aufgebaut. Mit viel
Engagement und Begeisterung widmete er sich seinen Voltigierern. 1980 wurde der Voltigierverein „ Reitclub
Aichtal“ gegründet, Harald Grimm war lange Jahre Vorstand und
Ausschussmitglied dieses Vereins. Später wurde der Verein in Voltigierverein
Raidwangen, nach dem Sitz des Vereins, umbenannt. In diesem Verein förderte er
die Voltigierer im Gruppen- ,Einzel- und Doppelvoltigieren. 1979 absolvierte er die Prüfung zum
Voltigierrichter in Esslingen. Als Richter richtete er viele
Landesmeisterschaften- auch außerhalb Baden-Württembergs- , viermal die
Deutschen Meisterschaften und nationale Turniere in der Schweiz, England,
Schottland, Schweden und Polen. Seine Prüfung zum Voltigierwart absolvierte
er 1981, die Prüfung zum Voltigierlehrer 1985. Als Lehrgangsleiter und Ausbilder
organisierte er zahlreiche Gruppenschulungen, Ausbilderlehrgänge und
Vorbereitungslehrgänge für Nachwuchsrichter. Durch seine Tätigkeit als
Ausbilder in Schweden trug er in Mittelschweden zur Verbreitung und zum Aufbau
des Voltigiersports bei. Bei den Weltreiterspielen in Stockholm 1990 fungierte
er als Trainer einiger schwedischer Einzelvoltigierer. Bei verschiedenen
internationalen Voltigierturnieren stellte er die Voltigiergruppe aus
Uppsala/Schweden vor. 1995 wurde Harald Grimm Nachfolger von Ilse Lorenz, der langjährigen Regionaltrainerin Voltigieren im WPSV. Als Mitglied im Fachbeirat Voltigieren kümmert sich Harald Grimm hauptsächlich um die Organisation und Durchführung von Lehrgängen, vor allem für Nachwuchsausbilder . Nach dem Motto „mit 65 Jahren ist noch lange nicht Schluss“ ist der umtriebige und agile Voltigiertrainer des Verbandes Württemberg auch künftig mehr auf Voltigierturnieren, Lehrgängen oder Auslandtrips unterwegs, als daheim in Schnittlingen bei Geislingen. Wenn's um Termine geht, da muss schon der elektronische Timer herhalten und erreichbar ist Harald in der Regel nur über e-Mail, Fax oder Handy, für ein geruhsames „Rentnerdasein“ ist momentan noch keine Zeit. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
Gabriele Knisel-Eberhard
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