Heinz Münzenmaier wird neuer Fahrtrainer des Württembergischen Pferdesportverbandes (WPSV)

Heinz Münzenmaier
 

(Neuffen) Künftig wird sich Heinz Münzenmaier aus Neuffen um die Belange der Fahrer im WPSV kümmern. 

Der 54jährige war in der Jugend aktiver Springreiter bevor er 1978 mit dem Fahren begann. Im gleichen Jahr legte er sein Fahrabzeichen in Marbach ab und absolvierte dort seinen ersten Fahrkurs. 

1984 machte er die Prüfung zum Fahrwart. Seit dieser Zeit gibt der Neuffener auch Fahrkurse und Longierlehrgänge für Fahrer. Vor allem im Pferdesportkreis (PSK) Stuttgart-Esslingen kümmert er sich sehr engagiert um die Fahrer. 

Als aktiver Turnierfahrer fuhr er von 1984 bis 1988 auf vielen Turnieren erfolgreich mit seinem Ein- oder auch Zweispänner.

1990 bestand er die Prüfung zum Fahrlehrer.

Seit 1988 fuhr er noch einspännig und wurde 1994 mit „Janko“ in Trochtelfingen Landesmeister. Mit seinem Nachwuchspferd „Vanillo“ qualifizierte er sich im gleichen Jahr für das Bundeschampionat. Bis heute hat er mit Vanillo viele Platzierungen im Fahren bis zur Klasse S „eingefahren“. Unter seinen Töchtern Simone und Kathrin war das Pferd in Dressur bis zur Kl. M/A und im Springen bis zur Kl. L platziert. Heute stehen drei eigene Pferde in Münzenmaiers Stall in Neuffen, die von der Familie in eigener Regie versorgt werden.

Seit fünf Jahren bereitet Heinz Münzenmaier für den Pferdezuchtverband Baden-Württemberg die Fahrpferde auf das Bundeschampionat vor.

Über seine neue Tätigkeit hat er schon klare Vorstellungen und darüber, wie die Fahrer durch den Verband gefördert werden können, ein genaues Konzept.

Zunächst ist eine Bestandsaufnahme der aktiven Fahrer im Verbandsgebiet geplant, dazu sind die Fahrsportbeauftragten der einzelnen PSK's gefordert. Mit ihnen gemeinsam möchte  Heinz Münzenmaier zunächst einmal eine Bilanz über den „Ist-Zustand“ aufstellen.

Von Verbandsseite werden  für die aktiven Fahrer mit eigenem Gespann Lehrgänge angeboten, zum ersten Fahrlehrgang mit Heinz Münzenmaier ,der für den April geplant ist, sind alle „Einsteiger“ eingeladen. Im Fahrsport heißt das, dass der Umgang mit Leinen und Kutsche für die Fahrer geläufig sind, aber nur wenig oder keine Turniererfahrung vorhanden ist.  Doch Heinz Münzenmaier möchte sich auch um die Nachwuchsfahrer, die zwar zahlenmäßig geringer als die Nachwuchsreiter sind, und die Fahrer im Breitensport kümmern. Eines seiner Ziele ist aber auch vermehrt Fahrer an den Turniersport heran zu führen, denn mit der neuen LPO (ab 2004) gibt es im Fahren wieder Wettbewerbe der Kategorie C als Einstieg in den Turniersport im Fahren.

Weitere Lehrgänge sollen dann stützpunktartig im Verbandsgebiet stattfinden, dazu werden geeignete Vereine mit entsprechenden Plätzen gesucht. Voraussetzungen für einen Fahrplatz  sind die Mindestmaße 40 X 80 m oder große Reithallen. Heinz Münzenmaier ist der Meinung, dass mit Stützpunkttraining im Fahren mehr erreicht werden kann als mit zentralen Lehrgängen.“ Im Fahren ist der Aufwand für Lehrgänge und Turniere doch noch größer als beim Reiten, denn immer muss die Kutsche mit. Da fährt kein Fahrer vom Bodensee zum Lehrgang ans andere Ende des Verbandsgebiets“ berichtet Heinz Münzenmaier. „ Ich halte das Stützpunkttraining für eine gute Sache um die Aktiven zu fördern und den Fahrsport  bekannter zu machen“ erläutert der neue Fahrtrainer sein Konzept, das sehr schlüssig klingt.

Gabriele Knisel-Eberhard

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