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Württembergs Vielseitigkeitsnachwuchs trainiert in Marbach

von Gabriele Knisel-Eberhard (Kommentare: 0)

Am Fronleichnamstag, 4. Juni, trainierte der Reiternachwuchs in der Vielseitigkeit unter der Leitung von Regionaltrainer Uwe Aldinger (Bad Saulgau) im Eichelesgarten in Marbach. Bei traumhaftem Reitwetter und besten Bodenverhältnissen trainierten die Nachwuchsreiter. Uwe Aldinger zeigte sich erfreut, dass es in der Vielseitigkeit wieder mehr Nachwuchs gibt. „Die Talsohle ist hoffentlich durchschritten, wir haben in diesem Jahr schon einige neue Paare bei den Lehrgängen dabeigehabt“ so der Regionaltrainer.

Für die Aktiven ist es immer etwas Besonderes in Marbach trainieren zu können, dort wo die Großen bei der internationalen Vielseitigkeit reiten. So nutzten zehn Aktive mit 14 Pferden diese Möglichkeit von Uwe Aldinger den notwendigen Schliff zu bekommen. Einige der Aktiven hatten auch noch relativ „grüne“ Pferde mit zum Lehrgang gebracht, die in Marbach über feste Hindernisse ihr Talent für die Vielseitigkeit zeigen konnten. Für einige der Aktiven war es die letzte Vorbereitung zur „Goldenen Schärpe der Großpferde“ Mitte Juni in Löningen, für die anderen die Vorbereitung auf die Württembergische Meisterschaft in der Vielseitigkeit vom 10.-12. Juli in Laupheim.  Positiv ist, dass im Eichelesgarten genügend feste Hindernisse für die Aktiven in den Klassen E und A stehen und so optimale Trainingsbedingungen bestehen.

Geritten wurde in Kleingruppen. Nach dem Warm-up in allen drei Grundgangarten, Trab- und Galoppsequenzen bergauf und bergab, ging es über die ersten kleinen Sprünge und anschließend über Abfolgen von verschiedenen Hindernissen. Die nächste Hindernisfolge wurde immer gemeinsam besichtigt und Uwe Aldinger erklärte wie diese zu reiten ist. Wichtig war für ihn, dass beim Training im Parcours und im Gelände nicht nur einzelne Sprünge gemacht werden, sondern auch Folgen von etwa zehn Sprüngen. Beim Lehrgang kamen dann noch technische Anforderungen dazu, Wendung nach rechts und Sprung und im Linksbogen über die nächsten Sprünge, das wird beim Geländereiten verlangt. „Ihr müsst immer die Vorwärtstendenz erhalten “ so der Trainer. Wichtig für ihn ist im leichten Sitz zu reiten – nur mit 30 % Gewichtshilfe im Sattel zu sitzen- und auf den sauberen Stil zu achten. „Bei der Goldenen Schärpe und beim Nachwuchschampionat wird auf Stil geritten, deshalb müsst ihr das üben“ erklärte Uwe Aldinger. Wichtig war für ihn auch, dass die Aktiven zwar vorwärts galoppieren aber jederzeit die Kontrolle über die Pferde behielten. Zunächst wurde im 400 m Tempo geritten, zum Anritt auf den überbauten Graben wurde das Tempo auf 500 m erhöht.

Alle Teilnehmenden waren von diesem Lehrgangstag begeistert, hatten doch Pferde und Reiter von diesem Training profitiert. Da war es nur ein kleiner Schönheitsfehler als gegen Ende des Trainings leichter Regen einsetzte.

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